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Aus Angst vor Enttarnung

CASTROP-RAUXEL/LANDAU Der in eine Lügenaffäre verstrickte frühere Oberbürgermeister-Kandidat der Landauer CDU, Kai Schürholt, hat Einspruch gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts Landau wegen seines erfundenen Doktortitels eingelegt.

Aus Angst vor Enttarnung

Einspruch: Kai Schürholt.

Wie ein Gerichtssprecher sagte, hat der gebürtige Castrop-Rauxeler nicht den Schuldspruch wegen der Titelanmaßung selbst angefochten. Mit seinem Einspruch wende sich Schürholt gegen das vom Gericht festgesetzte Strafmaß.

Das Gericht prüfe nun die Zulässigkeit des Einspruchs. Schürholt hat Gerichtsangaben zufolge zugegeben, seit Oktober 2006 unbefugt den akademischen Grad eines Doktors der Theologie geführt zu haben. Der ehemalige CDU-Kandidat habe eingeräumt, den Titel nicht nur bei öffentlichen Auftritten als Pressesprecher des Deutschen Brauerbundes in Berlin verwendet zu haben, sondern auch von Mitte Mai bis zum 24. August während seines OB-Wahlkampfes in Landau.

Schwere Erkrankung vorgetäuscht

Aus Angst vor seiner Enttarnung hatte Schürholt später eine schwere Krebserkrankung vorgetäuscht. Deswegen hat das Amtsgericht gegen Schürholt per Strafbefehl eine Freiheitsstrafe von zwei Monaten auf Bewährung verhängt.

Die Bewährungszeit war auf zwei Jahre festgesetzt worden. Außerdem soll Schürholt 5000 Euro an die Deutsche Hirntumorhilfe zahlen und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit in der Krebsstation eines Krankenhauses leisten, in dem an Hirntumor erkrankte Menschen behandelt werden.

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