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Bande raubte Discounter und Burger King aus - Urteil wird erwartet

Gericht Essen

Ein Verdächtiger aus Castrop-Rauxel ist auf der Flucht. Zwei mutmaßliche Räuber stehen vor Gericht: Es geht um Überfälle auf Burger King und Discounter, die raffiniert ausspioniert wurden.

Castrop-Rauxel/Essen

von Jörn Hartwich

, 26.06.2018
Bande raubte Discounter und Burger King aus - Urteil wird erwartet

© picture alliance / Bernd Thissen

Spionage-Kameras, vorbereitete Fluchtwege und bündelweise Bargeld: Nach drei Raubüberfällen in Marl, Recklinghausen und Waltrop müssen sich zwei der mutmaßlichen Täter in Essen vor Gericht verantworten. Zwei weitere sind auf der Flucht – darunter ein Mann aus Castrop-Rauxel.

Der 31-Jährige war zwar mit angeklagt worden, zum Prozessauftakt aber nicht erschienen. Wo er sich aufhält, ist zurzeit unklar. Wie es heißt, hat er russische Wurzeln und auch zwei Pässe: einen deutschen und einen russischen.

7300 Euro bei Burger King

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Vater von zwei Kindern am 26. November 2016 gemeinsam mit einem Komplizen eine Burger-King-Filiale in Recklinghausen überfallen hat. Laut Anklage wurde dem Schichtleiter ein Messer an den Hals gehalten, um ihn zu zwingen, den Tresor zu öffnen. Die Beute betrug damals rund 7300 Euro.

Bei dem Überfall soll es sogar einen eingeweihten Mitarbeiter gegeben haben – einen so genannten Night-Cleaner. Laut Anklage hat er den Tätern eine Hintertür geöffnet und war anschließend zum Schein in die Rolle eines Opfers geschlüpft. Auch er ist in Essen mitangeklagt, bestreitet seine Mittäterschaft aber.

Und auch der Hauptangeklagte – ein 26-jähriger Mann aus Waltrop – will mit dem Überfall in Recklinghausen nichts zu tun gehabt haben. In seinem Fall ist die Staatsanwaltschaft jedoch überzeugt, dass er alles genauestens geplant hat.

Discounter ausspioniert

Im Prozess vor dem Essener Landgericht geht es noch um zwei weitere Überfälle: Einer wurde auf eine Netto-Filiale in Marl verübt, ein weiterer auf einen Aldi-Markt in Waltrop. Den Discounter in Marl soll der 26-Jährige vor dem Überfall sogar ganz genau observiert haben. Laut Anklage hat er dazu in einem gegenüberliegenden Baum eine Spionage-Kamera angebracht, um herauszufinden, wie viele Mitarbeiter sich morgens und abends im Geschäft befinden. Den Raubzug in Marl gestand der 26-Jährige, den in Waltrop allerdings streitet er ab.

Für die Richter ist der Prozess nicht leicht. Manche Zeugen wollen sich an nichts mehr erinnern können. Und der Kronzeuge ist am Dienstag erst gar nicht zu seiner Vernehmung erschienen. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Die Urteile aber gibt es voraussichtlich am Mittwoch, 27. Juni 2018.

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