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Grubenförderwagen in Castrop-Rauxel Teil 9

"Bergbau war unser Leben"

Schwerin Die Nachbarn Horst Mader und Dieter Barylla haben gemeinsam 28 Jahre auf der Zeche Erin gearbeitet. Der Grubenwagen im Vorgarten erinnert an diese Zeit. In einem Viertel, das dem Bergbau sehr verbunden ist.

"Bergbau war unser Leben"

Die Nachbarn Horst Mader und Dieter Barylla auf einem alten Bild bei der Arbeit Foto: tobias.weckenbrock

In direkter Nachbarschaft zum Hammerkopfturm auf Schwerin befindet sich das ehemalige Pestalozzidorf. Die kleinen Häuser, am Hasenwinkel, gehören zur Bergbaugeschichte in Castrop-Rauxel. Da darf der Grubenwagen im Vorgarten natürlich nicht fehlen.

In der Pestalozzi-Siedlung stehen sieben Doppelhaushälften, zu Bergbauzeiten haben hier 13 sogenannte Hauseltern junge Auszubildende der Zechen beherbergt. Dieter Barylla und seine inzwischen verstorbene Frau waren auch Hauseltern und betreuten um die 20 Berglehrlinge. Der Blick auf den Hammerkopfturm und der Grubenwagen im Vorgarten erinnern an diese Zeit.

Den Grubenwagen haben die Nachbarn Dieter Barylla und Horst Mader gemeinsam an seinen Standort transportiert. Dieser Wagen ist kleiner als die mit denen Barylla und Mader damals arbeiteten, er fasst "nur" eine Tonne, die großen Wagen konnten zwei Tonnen transportieren. Stark verrostet kam er an, sodass die Nachbarn ihn abschliffen und neu lackierten.

Das Bild der Zeche Erin auf dem Wagen hat der Nachbar Michael Kehler gemalt. Bemalt und bepflanzt steht er nun seit 1985 an seinem Platz und symbolisiert den Bergbau. "Bergbau war unser Leben", erinnert sich Barylla. Die beiden Kumpel haben jeweils rund 40 Jahre im Bergbau gearbeitet, beide waren auf Erin, Mader war von 1983 bis 1993 zusätzlich auf Auguste Victoria.

Der Grubenwagen auf den Schienen wird an seinem Platz stehen bleiben, auch für die nachfolgenden Generationen. Barylla meint, dass "die jungen Leute sich um die Industriekultur kümmern und sie aufrechterhalten sollen".

In einer Serie (alle Artikel und Videos) zum Ende des Ruhrgebiets-Bergbaus stellen wir alle Förderwagen in der Stadt, zu denen wir Informationen bekommen, vor.

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