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Chinesen überholen deutschen Achter

RAUXEL Am zweiten Tag der Junioren-Weltmeisterschaften der Ruderer in Peking sind die womöglich wahren Kräfteverhältnisse in den Achter-Konkurrenzen kräftig durcheinander gewirbelt worden.

Chinesen überholen deutschen Achter

Junioren-Weltmeister Jannis Augustin.

Über dem Shunyi Olympic Park, der neuen Regattabahn für die Olympischen Spiele 2008, hatte sich - gegenüber den Vorläufen tags zuvor - zu den Hoffnungsläufen der Wind gedreht und schob die Boote nun seitlich von Steuerbord an.

So übertrumpfte bei den Junioren Gastgeber China in 5:53,87 Minuten die Bestzeit des deutschen Bootes aus den Vorläufen um gut drei Sekunden. Der Nachwuchs-Achter des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) um Jannis Augustin (18) vom RV Rauxel hatte zum Auftakt der Titelkämpfe in 5:57,25 Minuten die schnellste Vorlaufzeit hingelegt und war damit als Vorlaufsieger direkt in das Finale am Samstag, 11. August, eingezogen. "Wir hatten Gegenwind", erklärte der Castrop-Rauxeler den Rückstand.

Neben China qualifizierten sich nun auch die USA (5:59,47), Italien (5:59,54) und Rumänien (6:00,14) für den Endlauf. Sie waren alle schneller als der zweite Vorlaufsieger, Neuseeland (6:03,70). Im Hoffnungslauf schieden dagegen Großbritannien (6:01,30) und Russland (6:11,63) aus.

Chinesen trotz Wind sehr stark

"Es ist schon überraschend, dass die Briten draußen ist", sagte Jannis Augustin. Das mache das Finale aber nicht leichter, schließlich seien die Chinesen trotz Windunterstützung "heute sehr stark gewesen".

Ein ähnlich windverwehtes Bild im Juniorinnen-Achter: Rumänien (6:35,72) und China (6:40,30) unterboten als Erstplatzierte des Hoffnungslaufes die Zeiten der USA (6:41,10) und Deutschland (6:45,38), der beiden direkt für das Finale qualifizierten Vorlauf-Gewinner. Immerhin: Polen (6:46,74) und die Niederlande (6:49,41) blieben hinter der Marke der DRV-Equipe um die 18-jährige Europastädterin Magdalena Jakschik. Ausgeschieden ist Russland (7:05,77).

Der DRV, als einzige Nation in allen 13 Konkurrenzen bei der Junioren-WM vertreten, hatte übrigens am ersten Tag in Peking 11 Siege und 2 zweite Plätze eingefahren. Damit schafften 7 deutsche Boote den direkten Sprung in die Endläufe.

Olympiafeier

Übrigens: Gefeiert haben die beiden Ruderer aus der Europastadt in Peking bereits. Sie waren bei der Olympiafeier auf dem Platz des Himmlischen Friedens dabei, genau ein Jahr vor der Eröffnung der Olympischen Spiele. "Das war beeindruckend und schön", betonte Jannis Augustin. Und hat vielleicht Lust gemacht auf mehr als nur den Einzug ins Achter-Finale.

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