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Das Klubheim in Eigenregie gebaut

Yesterday: SF Habinghorst

Die Sportfreunde Habinghorst können auf eine bewegte Vereinshistorie zurückblicken. Und die Anfänge des Klubs liegen an der Theke.

Habinghorst

von Till Meyer

, 28.06.2018
Das Klubheim in Eigenregie gebaut

Der Vorstand der Sportfreunde am 28. Juni 2008 (v.l.): Mit Geschäftsführer Achim Soba sprachen wir jetzt, außerdem sind der Vorsitzende Alfred Wagner, Uwe Schubert und Wolfgang Brocks bei Jubiläum zu sehen. Erinnern kann sich auch Karl Sabra (kleines Foto), wie sich in dieser Woche im Telefonat mit ihm erwies. © Fotos Stipke / Engel // Monatge

Heute vor zehn Jahren feierten die Sportfreunde Habinghorst ihr 40-jähriges Bestehen und diese Zeitung berichtete darüber. Ein Blick in die Vereinshistorie zeigt: Gerade die Erinnerungen an die Gründungszeit leben noch heute. Und auch in den vergangenen zehn Jahren ist allerhand im Verein passiert.

Angefangen hatte seinerzeit alles an der Theke. In der Gaststätte „Koch Willms“ reifte bei einigen Fußballbegeisterten der Gedanke, eine eigene Fußballmannschaft zu gründen. Den Gedankenspielen folgten prompt auch Taten. Am 1. Februar 1968 zogen zehn junge Männer dasselbe Trikot über und gründeten eine Hobbymannschaft. Ihr Name: KW Buben.

Dabei war die Bezeichnung „KW“ eine Ehrerweisung, denn die Hobbykicker bedankten sich auf diese Art und Weise bei ihren Unterstützern: Rudi und Werner Willms, denen die Gaststätte „Koch Willms“ seinerzeit gehörte, in deren Keller die Fußballer Dusch- und Waschgelegenheiten nutzen durften.

Feine Sache

„Das war schon eine feine Sache. Ich habe bei den Jungs ja selbst noch mitgespielt, obwohl ich eigentlich gar nicht gut war“, erinnert sich Karl Sabra (78), der damals von Anfang mit von der Partie war. „In den Spielen gegen andere Hobbymannschaften stand ich meistens nur vorne rum und wurde angeschossen“, so Sabra. Einmal hätte es so sogar zu 28 Toren in einem Jahr gereicht.

Drei Jahre später, also 1971, meldeten sich die Hobbykicker dann auch ganz offiziell beim Westfälischen Fußballverband an. „Zunächst haben aber noch neun Mann aus unserer Thekentruppe Arminia Ickern gerettet“, berichtet Sabra. Er sei seinerzeit einer davon gewesen, die bei der Armina als Spieler übergangsweise ausgeholfen hätten, da die erste Mannschaft unter akutem Spielermangel litt.

Aber auch das änderte nichts daran, dass die Stadt seit 1971 um einen Fußballklub reicher war – die Sportfreunde Habinghorst. Die damals frisch aus der Taufe gehobene Mannschaft trug ihre Heimspiele zunächst noch in Pöppinghausen aus, heute in der Glückauf-Kampfbahn an der Recklinghauser Straße.

Nicht nur der Spielort hat sich im Laufe der Zeit geändert, sondern auch der Name des Klubs. Heute laufen die Kreisliga-B-Kicker unter dem Namen Sportfreunde Habinghorst/Dingen auf. Für die Spielzeit 2016/2017 war es zunächst nur eine Spielgemeinschaft zwischen den Vereinen, ein Jahr später, im März 2017 fusionierten die Klubs.

Besonderer Platz in Chronik

„Rückblickend war das eine gute Sache“, sagt der sportliche Leiter des Vereins, Joachim Soba. Er selbst sei, so Soba, im Jahr 1984 zu den Sportfreunden gestoßen. „Damals natürlich noch als Spieler. Ich habe also ganz klein angefangen.“ Etwas, das für den sportlichen Leiter in der Vereinschronik einen ganz besonderen Platz einnimmt, war der Bau des Klubheims, das noch heute als solches genutzt wird.

Der Entschluss, dieses zu bauen, fiel 1989. Ein Jahr später machten sich die Vereinsmitglieder dann an die Arbeit. „Wir haben das alles selbst gemacht. Wir hatten einige gute Handwerker im Verein“, so Soba. Fertiggestellt wurde das neue Heim 1991. Und direkt im Anschluss wurde bereits die Erweiterung des Vereinsheims angegangen. „Wir haben gemerkt, dass es einfach zu klein war“, erinnert sich Soba. 1994 war dann auch die Erweiterung fertiggestellt.

Und zum 50-jährigen Bestehen des Vereins jetzt hat Soba zugleich noch einen Wunsch für die Zukunft parat: „Ein A-Liga-Aufstieg wäre eine tolle Sache.“