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Debatte auf keinem grünen Zweig

CASTROP-RAUXEL Während CDU, FDP und FWI in der Baumschutzsatzung eine reine "Gängelung" der Bürger sehen, hält die SPD diese für genauso unverzichtbar wie etwa die Straßenverkehrs- oder die Bauordnung.

Debatte auf keinem grünen Zweig

Die Eibe steht auf der "Roten Liste".

 

Daniel Molloisch (SPD) verwies im Umweltausschuss auf die Nachbarstadt Recklinghausen, wo nach einem Jahr die ausgesetzte Baumschutzsatzung wieder in Kraft trete, weil die Bürger über die Maßen Bäume gefällt hätten. Matthias Hart von der CDU hielt dagegen: "Die Aussetzung in Recklinghausen bot natürlich vielen Bürgern die Gelegenheit, all die Bäume zu beseitigen, die man vergessen hatte, rechtzeitig zu fällen." Darin wollte er nicht den Beweis für die Notwendigkeit einer Baumschutzsatzung sehen. Die Bürger seien schon verantwortungsbewusst und würden nicht wahllos Bäume umhauen. "Das Ganze ist und bleibt eine bürokratische Beutelschneiderei zu Lasten des kleinen Mannes", ließ sich Matthias Hart nicht überzeugen.

Daniel Molloisch lobte dagegen die sinnvollen Verbesserungen der Satzung, wie sie von Rot-Grün nun im Rat am 18. Oktober beschlossen würden. "Zum Beispiel werden die Anpflanzungen der letzten zwei Jahre berücksichtigt", erklärte Molloisch. Wie berichtet, können außerdem dann auch Nadelbäume durch Laubbäume ersetzt werden. Ausgenommen davon ist die Eibe, die schützenswert ist und auf der Roten Liste steht.

Die Baumschutzsatzung, so betonte Daniel Molloisch, gelte nicht nur für die Bürger, sondern auch für die Stadt. "Und sie schützt beispielsweise eine 100 Jahre alte Kastanie, die nach neuem Recht für ein Bauvorhaben gefällt werden dürfte", ergänzte der Sozialdemokrat.

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