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Castrop-Rauxeler Leichtathletik-Event

Der Ickerner Volkslauf ist jetzt Geschichte

Castrop-Rauxel Die spezielle Atmosphäre und die temporeiche Strecke waren stets die Markenzeichen des Ickerner Volkslaufes. Doch jetzt ist nach 44 Auflagen Schluss. Das kommt nicht überraschend und hat Gründe.

Der Ickerner Volkslauf ist jetzt Geschichte

Auch die Kinder gingen beim Ickerner Volkslauf an den Start. Für die Schülerinnen und Schüler (U10 bis U14-Junioren) ging es über Distanz von 1300 Meter (Bild Oben) und für die ganz Kleinen beim Bambinilauf (U8) über 500 Meter. Foto: Volker Engel

Wehmut schwingt in den Worten von Markus Giese mit, als er über den Ickener Volkslauf spricht. „Das ist schon schade, dass es das jetzt gewesen sein soll. Der Lauf hatte immer seine ganz eigene, seine spezielle Atmosphäre.“

Eine Atmosphäre, auf die Markus Giese und alle weiteren Läufer in der Zukunft verzichten müssen. Denn die 44. Auflage am vergangenen Sonntag war die vorerst letzte dieser Art.

355 Sportler nahmen an den verschiedenen Wettbewerben am Sonntag teil. Das waren rund 30 weniger als noch im Vorjahr. Der Großteil der Starter, nämlich 133, wählte dabei die 10-Kilometer-Volkslauf-Distanz. Den Halbmarathon, der wie alle weiteren Rennen auf der Uferstraße gestartet wurde, gingen insgesamt 43 Leichtathleten an. Insgesamt hat sich die Teilnehmerzahl im Laufe der Zeit von ungefähr 800 auf die zuletzt 355 Läufer reduziert.

„Wirklich überraschend kommt das aber nicht“, sagt Giese, der betont, dass die Laufbedingungen bei dieser letzten Auflage des Volkslaufes ideal gewesen seien. Zum Start kühl und trocken. Perfekt, um das Teilstück durch den Wald gut meistern zu können. „Nach sechs oder sieben Kilometern hat es dann leicht geregnet, aber insgesamt war die Strecke super zu belaufen“, berichtet Giese.

„Gute Formbestimmung“

Dass er in Zukunft auf dieses Lauf-Event im April verzichten muss, stört den Leichtathleten natürlich. „Der Lauf war für mich immer eine gute Formbestimmung, wie ich über den Winter gekommen bin.“

Dass es aber irgendwann so kommen würde, das ahnte der „ambitionierte Läufer“ (so bezeichnet er sich selbst) aber bereits vor Jahren. „Das Event wurde eben nicht auf professionelle Beine gestellt.“ Die Organisatoren hätten nach vielen Gesprächen beschlossen, den Lauf in seinem urtümlichen Charme zu belassen. „Die Strecke ist nicht vermessen, und es gibt keine elektrische Zeitnahme“, führt Giese an.

Dinge, die unter anderem dazu geführt hätten, dass keine neue Läufer-Clientel erschlossen worden wäre. „Für Profi-Läufer hat der Lauf ohne diese Dinge einfach keinen sportlichen Mehrwert“, erklärt Giese. Das Ganze sei vergleichbar mit einer Kettenreaktion. „Ambitionierte oder Profiläufer ziehen neue Läufer an. Nehmen solche Läufer aber gar nicht erst teil, dann ist die Zugkraft des Laufes auch allgemein nicht so groß“, so Giese.

„Den Namen ändern“

Auch sei es versäumt worden, andere Sportvereine aus der Stadt für die Organisation mit ins Boot zu holen. „Man hätte dann ja auch den Namen des Laufes ändern können“, sagt Giese.

Stand jetzt muss sich der Dauerteilnehmer (25 Teilnahmen) für den kommenden April wohl ein anderes Laufevent suchen. „Was, weiß ich aber ehrlich gesagt noch nicht.“

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