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Der Mops ist top

CASTROP-RAUXEL Süß sind sie, die kleinen Beagle, die einem schon vor der Stadthalle mit Frauchen und Herrchen entgegenkommen. Drinnen lassen sich noch weitere von Snoopys Artgenossen gerne streicheln. Noch beliebter als der Beagle ist derzeit allerdings der Mops.

Der Mops ist top

Der Dalmatiner-Boom nach dem Kino-Erfolg „1001 Dalmatiner“ ist abgeebt, derzeit sind der Mops sowie französische und englische Bulldoggen sehr beliebt.

"Der ist in der Werbung vorgekommen und ist im Moment der Hund in Deutschland", sagt Günther Knoben. Er muss es wissen. Seit 22 Jahren kommt der Präsident des Verbandes Deutscher Rassehundefreunde mit der Internationalen Weltsiegerschau nach Castrop-Rauxel. Und vom Podium aus hat er den besten Überblick. Tatsächlich ist der Mops vielfach zu sehen. Allerdings ist die Zahl der Hundefreunde an diesem Sonntagmorgen sehr übersichtlich. Nur 120 Tiere aus rund 35 verschiedenen Rassen wurden bei den Richtern, die den Rassestandard prüfen und damit die Zuchttauglichkeit festlegen, gemeldet. "Wir haben schon bis 1000 Hunde hier gehabt", erinnert sich Günther Knoben wehmütig an bessere Zeiten.

Eine Geldfrage

Die Teilnahme an einer Ausstellung sei heute für viele Hundehalter eine Geldfrage geworden. "Es sind immer weniger bereit, Geld für einen solchen Tag auszugeben. Die Anreise ist teuer, man muss sich verpflegen und dann kommt noch die Teilnahmegebühr dazu", sagt Günther Knoben. Vor diesem Hintergrund wird auch für seinen Verband so eine Weltsiegerschau, die für jeden Hundefreund auch eine Informationsbörse ist und die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Hundehaltern bietet, zu einem Rechenexempel. "Die Kosten fressen uns bald auf", guckt Knoben kritisch in seine Kasse. Im nächsten Jahr will er aber auf jeden Fall wieder kommen. Denn: "Die Käufer sind Gott sei Dank kritisch", sagt er. Sie achten bei der Anschaffung eines Rassehundes auf "die Papiere".

Größer als erwartet

Dass Günther Knoben zum Kauf eines Rassehundes rät, ist klar. "Da weiß man schon bei einem Welpen über die spätere Größe und das Wesen Bescheid", nennt er einen Vorteil. Vielfach jedoch würden Mischlingswelpen gekauft, die dann viel größer werden als erwartet. "Wenn dann auch noch Jagdblut drin ist und das Tier in einer Mietwohnung im zweiten Stock gehalten wird, kann das nicht gut gehen", erklärt Günther Knoben, warum doch mehr Mischlinge als Rassehunde in Tierheimen landen.

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