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Der letzte "Ausrutscher"

HABINGHORST Impulsiv und aufbrausend waren wohl beide, die 20-jährige Frau, die eine Lehre in einer Konditorei absolviert, und der 23-jährige Mann.

Der hätte besser daran getan, die lautstarke Maßregelung eines kleinen Jungen durch die Auszubildende zu ignorieren. Tat er aber nicht, sondern schlug sich auf die Seite des Kindes, das auf der Habinghorster Einkaufsstraße Ball spielte und dabei das Mofa der Zeugin traf.

Die befürchtete Schaden an ihrem fahrbaren Untersatz. Deshalb habe sie das Kind über mögliche Folgen aufklären wollen. Als sich der Angeklagte einmischte, geriet sie mit ihm in Streit.

Endete mit Schlägen

Es blieb es nicht bei einem lautstarken Wortwechsel, sondern endete mit Schlägen. Sie schubste ihn, er konterte mit einem Schlag auf die linke Wange. Die junge Frau wehrte sich durch einen Rückschlag. Dokumentiert nicht nur von Augenzeugen, sondern auch durch den Unfallbericht des Krankenhauses. Da wurde ihr nicht nur die Prellung im Gesicht bescheinigt, sondern auch der gestauchte Finger an der Schlaghand.

Erst auf dem Heimweg schwante dem Angeklagten, dass er die Kontrahentin aus der Schule kannte. Piercings und die Arbeitskleidung hatten das Wiedererkennen verzögert. Um Versöhnung bemüht, suchte er die ehemalige Schulkollegin am nächsten Tag auf. Bei einem Kaffee entschuldigte er sich.

Auf Bewährung

Zu spät! Denn noch während des Vorfalls hatte eine Arbeitskollegin der Auszubildenden die Polizei gerufen. Staatsanwaltschaft und der Richter siedelten den Vorfall im unteren Schuldbereich an. Wären da nicht die einschlägigen Vorstrafen. Nach zwei Jugendstrafen wurde der Angeklagte zuletzt vom Dortmunder Amtsgericht zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Wieder wegen Körperverletzung und Nötigung.

Mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je acht Euro kam er gestern glimpflich davon. Jetzt darf er sich keinen "Ausrutscher" mehr erlauben.

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