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Für ein großes Bauprojekt fallen Platanen in Habinghorst

Baumfällung

Auf dem Habinghorster Marktplatz entsteht Betreutes Wohnen. Drei Bäume sind im Weg, zwei werden beschnitten. Die Frage ist: Sind da Vogelnester drin?

Habinghorst

von Abi Schlehenkamp

, 28.06.2018
Für ein großes Bauprojekt fallen Platanen in Habinghorst

Auf dem Marktplatz in Habinghorst müssen drei Platanen fallen. © Foto: Schlehenkamp

Wenn die Bagger auf dem Marktplatz in Habinghorst anrollen und die Bauarbeiten für die beiden Gebäude des Betreuten Wohnens starten, bleibt das nicht ohne Folgen für die mächtigen alten Platanen. Zwei müssten ordentlich gestutzt werden, drei gefällt, sagte Klaus Breuer Dienstagabend im Umweltausschuss. Der Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen informierte das Fachgremium wie üblich über städtische Baumfällmaßnahmen. Gepflanzt wird in dieser Jahreszeit natürlich nicht.

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Auf dem Marktplatz in Habinghorst, erklärte Breuer, gebe es übergeordnete städtische Interessen. Tatsache sei, dass in der Planung vor den beiden Gebäuden so ein kleiner Marktplatzbereich entstehen solle, deshalb rückten die Gebäude näher als wohl ursprünglich so vorgesehen an die Bäume heran. Thomas Krämerkämper vom BUND fragte, wann denn die Bäume gefällt werden sollten. Wohl doch erst, wenn die Schutzzeit vorbei sei, also erst wieder ab dem 1. Oktober, merkte er an. In den Bäumen seien mit Sicherheit Nester. Die Verwaltung soll das jetzt mit der Firma Oikos als Bauherr abklären, hieß es im Ausschuss. Offenbar geht es hier einmal mehr darum, dass sich Baurecht über Naturschutz hinwegsetzt.

In diesem Fall einmal mehr auch über die Baumschutzsatzung. Geklärt werden soll auf jeden Fall auch die Frage nach Ersatzbepflanzung, eventuell auf dem Marktplatz selbst. Als es vor acht Jahren erstmals um die Planung für das Helena-Altenheim und das Betreute Wohnen ging, hatte die Politik bereits darauf hingewiesen, dass die Platanen nach Möglichkeit nicht angegriffen werden sollten oder anderenfalls für Ausgleich gesorgt werden müsste. Der in dieser Saison so heftig aufgekommene Eichenprozessionsspinner hat Kosten von rund 10.000 Euro verursacht. Die Bäume mussten abgesaugt werden – das ist laut Breuer die gängige Methode. 40 Prozent der Eichen waren in diesem Jahr befallen, von 103 Eichen wurden insgesamt 506 Nester abgesaugt. „Wir mussten uns fast überschlagen, um an entsprechende Mitarbeiter dafür zu kommen“, sagte Breuer.

2019 soll sich einiges ändern

2019 will die Stadt hier konzeptionell anders verfahren und die Eichen im Bereich von Kitas, Schulen und Altenheimen mit einem bakteriellen Mittel zur Vorbeugung behandeln. An Baumfällungen geplant oder bereits umgesetzt: eine abgängige Buche an der Cottenburgschule, eine Eiche oberhalb der Schellenberg-Kleingärten, drei Eichen auf dem Friedhof in Habinghorst, eine Esche und zwei Eichen auf dem Waldfriedhof in Bladenhorst.

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