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Geschlagen und gewürgt

DORF RAUXEL Er hatte Angst um sein Leben. "Ich hab gedacht, die schlagen mich tot", sagt Patrick Wegener. Da war der Horror für ihn gerade vorbei. Auf dem Weg zum Gerätehaus schlugen unbekannte Täter den freiwilligen Feuerwehrmann in der Silvesternacht krankenhausreif.

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Feuerwehrmann Patrick Wegener

Das linke Auge Wegeners ist von brutalen Schlägen gezeichnet.

Der Horror ist vorbei: „Die Hemmschwelle ist mittlerweile so niedrig, dass auch Dienstkleidung nicht mehr abschreckt. Was geschehen ist, ist ein bisher einmaliger Vorgang in der Castrop-Rauxeler Feuerwehr-Geschichte.“

Mittlerweile geht es dem 30-Jährigen zum Glück besser. Sein linkes Auge ist grün und blau - ein begehrtes Motiv für Kameraleute und Fotografen diverser Medien. Um seine Kollegen bei der Feuerwehr zu warnen und ihnen zu sagen, dass selbst ihre Uniform heutzutage keinen Schutz vor brutalen Schlägern bietet, stellte sich der Familienvater gestern der Presse. "Um in dem dichten Nebel besser zu sehen, hatte ich die Fensterscheibe geöffnet..."

Was er berichtet, ist schierer Wahnsinn. "Um in dem dichten Nebel besser zu sehen, hatte ich die Fensterscheibe geöffnet. Ich wurde von den Männern, an denen ich langsam vorbei fuhr, bespuckt und angepöbelt. Ich bin ausgestiegen, um darauf hinzuweisen, dass ich im Einsatz bin und es auf Schwerin brennt", erzählt Patrick Wegener, der in Kirchlinde wohnt. Durch seinen Vater, der früher in der Kornbrennerei Schulte-Rauxel direkt neben dem Gerätehaus arbeitete, kam er schon als 12-Jähriger zum Löschzug in Dorf Rauxel. Ohne jeden Grund schlugen zwei der drei Männer, die Patrick Wegener in dem extremen Nebel mit ihren zwei Schäferhunden wahr genommen hat, zu. "Ich flüchtete mich in mein Auto, aber auch durch das halb geöffnete Fenster versuchte einer der Männer noch, mich zu würgen", so der Unterbrandmeister.

Kurioserweise, erzählt Einsatzleiter Heckert, war die Tätergruppe zuvor schon beim Laubenbrand an der Bodelschwingher Straße aufgefallen. "Ich hörte dort vier Personen, die brüllend ankamen, und Hunde, die bellten."Niedrige Hemmschwelle

Feuerwehrsprecher Michael Meissner ist noch immer fassungslos. "Die Hemmschwelle ist mittlerweile so niedrig, dass auch Dienstkleidung nicht mehr abschreckt. Was geschehen ist, ist ein bisher einmaliger Vorgang in der Castrop-Rauxeler FeuerwehrGeschichte."

Die Polizei hat inzwischen einige Hinweise erhalten, die auf die Spur der Täter führen könnten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und es gibt inzwischen genauere Täterbeschreibungen. Der auffallend große Mann (ca. 1,95 Meter) hatte dunkle Haare und trug eine weiße Winterjacke mit schwarzen Aufnähern. Der zweite Mann war etwas kleiner (1,80 Meter), trug einen breitkrempigen Hut und führte zwei Schäferhunde an der Leine. Ein Dritter hielt sich eher zurück und hatte eine dunkle Haarfarbe. Die Männer waren zwischen 20 und 30 Jahre alt.  Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter (Tel.) 02361 55-0 entgegen.

 

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Feuerwehrmann Patrick Wegener

Das linke Auge Wegeners ist von brutalen Schlägen gezeichnet.

Der Horror ist vorbei: „Die Hemmschwelle ist mittlerweile so niedrig, dass auch Dienstkleidung nicht mehr abschreckt. Was geschehen ist, ist ein bisher einmaliger Vorgang in der Castrop-Rauxeler Feuerwehr-Geschichte.“

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