Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Groß? Oder lieber klein?

CASTROP-RAUXEL Eine Moschee auf dem Nebenplatz des Stadions an der Bahnhofstraße? Oder doch etwa schmucke Wohnhäuser auf den bisherigen Sportplätzen im "Habichthorst" und an der Uferstraße.

Groß? Oder lieber klein?

Der Sportplatz an der Uferstraße.

So könnte die Zukunft dieser Sportareale aussehen. Doch vor der abschließenden Sitzung am 11. September sind sich die Mitglieder des Arbeitskreises Sportstätten-Konzept noch uneins. Uneins darüber, wie denn ihre Empfehlung an die politischen Gremien aussehen soll, mit der die Frage der Sportplätze in Castrop-Rauxel für die nächsten Jahre gelöst werden soll.

Die Stadtverwaltung hat sich in den Beratungen für eine große Lösung ausgesprochen. Nach dem bereits in Schwerin und an der Schillerstraße mehr oder weniger erfolgreich angewendeten Modell: Einen Fußballplatz innerorts verkaufen und mit dem Erlös auf der "grünen Wiese" einen anderen neu bauen. 3,8 Millionen möchten die Stadtverwalter für zwei neue Kunstrasen-Plätze am "Gänsebusch" in Habinghorst ausgeben. Finanziert durch den Verkauf der Fußball-Flächen in der "Kampfbahn Habichthorst" (Habinghorst) sowie an der Uferstraße (Ickern).

Mehr Qualität

"Wir haben die Nutzung und Vermarktung geprüft", gibt sich der Sportdezernent Michael Eckhardt zuversichtlich. "Mehr Qualität, weniger Quantität" und deutlich weniger Probleme mit den Anliegern verspricht sich Eckhardt auf dem weitgehend unbebauten Gelände entlang der Kanalstraße. Dort ist Victoria Habinghorst bereits seit vielen Jahren beheimatet; der VfB Habinghorst und Eintracht Ickern müssten dorthin umziehen.

"Allein, was das für einen Verkehr quer durch die Stadt produziert", fragt sich Hermann Bohle, stellvertretender Vorsitzende des Stadtsportverband

 und Ratsmitglied für die FWI. Außerdem sei ja noch nicht einmal mit dem Grundstücks-Eigner (Rütgers) gesprochen worden. Bohle möchte, ebenso wie unter anderem die FDP, lieber eine kleine Lösung mit ortsteilnahen Fußballplätzen. Mit einer Sanierung der Areale des VfB und der Eintracht. Bezahlt durch den Verkauf des Stadion-Nebenplatzes. Er habe "meine Zweifel, ob das zu finanzieren ist", sagt Eckhardt. Das Nebenplatz-Gelände sei zudem ohnehin nur für Sport und Freizeit zu nutzen.

Wissentliche Auslassungen

Auch wenn die Stadtverwaltung mit dem "Gänsebusch" die zentrale Botschaft aus dem 30 000 Euro teuren Sportstätten-Entwicklungskonzept aufgreift, nämlich "Qualität vor Quantität", lässt sie andere Ergebnisse der Untersuchung außen vor. Wissentlich, wie Eckhardt sogar bestätigt.

So empfahlen die Kölner Wissenschaftler in ihrem Gutachten, den Sportplatz an der Uferstraße zu erhalten und das Fußballfeld in Dingen zu schließen. Nun will das Rathaus den Platz an der Uferstraße schließen und dem Ball an der Westheide vorerst weiterrollen lassen.

Anzeige
Anzeige