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Hallenbad braucht viel Energie

CASTROP-RAUXEL Das Hallenbad beschert der Stadt Jahr für Jahr die höchste Nebenkostenabrechnung, der größte Stromfresser ist das Rathaus selbst mit einem Verbrauch von genau 568 203 Kilowattstunden.

Hallenbad braucht viel Energie

Das Hallenbad beschert der Stadt jährlich die höchste Nebenkostenabrechnung.

Neben der Baumschutzsatzung hat der Umweltausschuss während seiner Sitzung am Dienstag, 9. Oktober, noch ein weiteres Top-Thema auf der Tagesordnung. Erstmals legt das Immobilienmanagement unter dem Stichwort "Ressourcenmanagement" die von der SPD seit langem eingeforderten Zahlen zum Energieverbrauch der städtischen Liegenschaften vor. Und da stehen unterm Strich für alle drei Betriebe plus Feuerwehr und Stadtentwicklung fast 3,3 Mio. Euro, die die Stadt im Jahr für Heizen, Strom und Wasser ausgibt. Laut Verwaltungsvorlage lassen sich allein durch eine Änderung des Nutzerverhaltens 10 bis 15 Prozent Energie einsparen. Das macht dann fast 242 000 bzw. fast 363 000 Euro im Jahr aus. Energiesparen soll also Schule machen. Die Verwaltung schlägt verschiedenen Maßnahmen vor, um Mitarbeiter, Lehrer, Hausmeister und Schüler anzuhalten, etwa nicht unnötig Licht brennen zu lassen oder die Heizungen zu weit aufzudrehen. Hallenbad

Ein paar Beispiele aus den Nebenkosten-Rechnungen für 2006: Der Bereich Sport und Bäder verbraucht fast 460 000 Euro, dickster Ausgabeposten ist dabei das Hallenbad mit gut 220 000 Euro. Der Betrieb 2 mit Schulen, Turnhallen, Kindergärten, Jugendheimen usw. braucht im Jahr 1,95 Mio. Euro. Teuerster Posten ist die Janusz-Korczak-Gesamtschule mit knapp 163 000 Euro Energiekosten im Jahr, gefolgt von der Fridtjof-Nansen-Realschule mit 160 000 Euro. Der Betrieb 3 verschlingt runde 727 000 Euro im Jahr. Fürs Rathaus schlagen 290 000 Euro zu Buche, für die Europahalle und die Stadthalle sind zusammen fast 220 000 Euro aufgeführt. Und Kleinvieh macht auch Mist: der ungenutzte Hochbunker an der Lönsstraße etwa schlägt mit 6531 Euro zu Buche. "Die Zahlen", so erklärt Wolfgang Stark, der Chef des Immobilienmanagements, "spiegeln allein die finanzielle Abwicklung aufgrund der Rechnungen aus dem Vorjahr. Diese Zahlen jetzt im Einzelnen zu analysieren, das wird eine Menge Arbeit machen."

Sparpotenzial

Daniel Molloisch, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ist erstmal froh: "Jetzt wissen wir endlich, mit welchen Größenordnungen wir es zu tun haben." Ganz deutlich werde das Sparpotenzial auch beim Blick auf das Fifty-fifty-Projekt, bei dem es bis 2003 um Energiesparen in Schulen ging. Im Jahr wurden zwischen knapp 11 000 und knapp 20 000 Euro eingespart, dabei nahmen nur wenige Schulen teil. Das Projekt, bei dem 50 Prozent der eingesparten Energiekosten an der Schule verbleiben, soll nun wieder aufgelegt werden.

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