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Im Namen des Paters

HENRICHENBURG In diesen Tagen jährt sich zum 25. Mal die Heiligsprechung von Maximilian Kolbe. Seiner wird in einer Messe am Sonntag besonders gedacht. Gleichzeitig feiert das Henrichenburger Gemeindehaus sein 35-jähriges Bestehen.

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Die Zeit von 1965 bis 1975 war ein Jahrzehnt des Aufbruchs in der Henrichenburger Lambertusgemeinde: Nach dem Wiederaufbau der Kirche, dem Bau des zweiten Kindergartens am alten Friedhof, dem Abriss des alten Pfarrhauses und dem Umbau des ehemaligen Schwesternhauses am Alten Kirchplatz (heute Pastorat) wollte der rührige und volksnahe Pfarrer Heinrich Kemper den Vereinen und Gruppen für ihre gesteigerten Aktivitäten eine neue Heimstatt schaffen.

Baracke zu klein

Das Marienheim, eine einfache Holzbaracke, genügte nach 25 Jahren den Ansprüchen nicht mehr. Der Pfarrgarten neben der Kirche eignete sich jedoch wegen seines sandigen und torfigen Bodens nicht als Baugrund. Also fiel der planerische Blick auf die Ruine der alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Der Landeskonsevator verbot den Abriss und provozierte damit bei Pfarrer Kemper die gewagte Idee, die alte Kirche zu renovieren und in den Neubau ein modernen Pfarrzentrum zu integrieren. Den anfänglich zögernden Kirchenvorstand konnte er gewinnen, weil er schon die ersten Fäden zu möglichen Finanzquellen und Förderern gesponnen hatte.

Irgendwann im Herbst 1970 rückte der erste Bagger an. Zwei Jahre später, am 17. September 1972, wurde des Haus unter großer öffentlicher Anteilnahme feierlich seiner Bestimmung übergeben. Dechant Heinrich Lammers (St. Peter, Waltrop) und Pfarrer Heinrich Kemper weihten das Haus ein. Der Vorschlag des Gemeindepfarrers, das Haus nach Maximilian Kolbe zu benennen, hatte breite Zustimmung gefunden.

So sollte der Name des polnischen Paters zugleich Programm werden für das neue Haus: Menschliche Begegnung gelingt da am besten, wo der eine für den anderen einsteht, wo der Umgang miteinander getragen wird von der Bereitschaft zum persönlichen Opfer .

Neue Impulse

Das neue Pfarrzentrum gab dem Gemeindeleben neue Impulse und füllte sich schon bald mit Leben. Die kirchlichen Vereine und Gruppen trafen sich in neuer, angenehmer Umgebung zu Arbeitsgesprächen, Tagungen oder zum geselligen Beisammensein. Innerhalb der Jugend entstanden neue Initiativen: So gründete man eine Teestube, eine Mädchengruppe bildete sich, Kinder nutzten die Spielangebote im Keller, Jugendliche veranstalteten Disco-Abende. Kirchenchor und Kinderchor, Sing- und Spielkreise, Jugendband und Gitarrenkurse erfüllten das Haus mit leisen mit lauten Tönen. Werk- und Hobbykurse nutzten die Räumlichkeiten für ihr kreatives Schaffen. Die öffentliche Bücherei wurde zu einem Kernstück des Zentrums. Nach 35 Jahren lässt sich sagen, dass das Haus seine Bestimmung mehr als erfüllt hat: Es ist nach wie vor eine Stätte der Begegnung für Jung und Alt.

 Die Geschichte des Maximilian-Kolbes hat Rolf Kerger für die Gemeinde zusammengestellt.

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