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Kaum Zeit für Hobbys

RAUXEL Mit ihren Erfolgen bei den Juinoren-Weltmeisterschaften der Ruderer in Peking haben Magdalena Jakschik und Jannis Augustin an die große Erfolgstradition ihres Vereins RV Rauxel aus den 90er Jahren angeknüpft.

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Kaum Zeit für Hobbys

Als der RV Rauxel am Montagabend seine Gold- und Silbermedaillengewinner samt Trainer, Jannis Augustin, Magdalena Jakschik und Alexander Lücke (v.r.), auf der Wartburginsel empfing, waren auch deren Mitruderer Sina Geigenmüller (2.v.l.) und Michael Schirmer (3.v.l.) mit ihrem Trainer Frank Flörke (links) vom RC Hansa Dortmund ebenso mit von der Partie wie die RVR-Oberen Ulrich Breilmann, Volker Mendel, Berthold Oberkönig und Meinolf Schnettler (hinten von links).

Elf Jahre, nachdem Anna Coenen im schottischen Strathclyde WM-Gold im Juniorinnen-Zweier ohne Steuerfrau gewann, hat der nun wieder einen Weltmeister und eine Vizeweltmeisterin in seinen Reihen.

Die beiden 18-Jährigen stammen aus ruderbegeisterten Familien. Augustins Eltern ließen es sich sogar nicht nehmen, den Sohn und dessen Achter-Kollegen an der Strecke in der chinesischen Metropole live anzufeuern. Auch seine Zwillingsschwester Leonie und der 16-jährige Bruder Philipp sind im Juniorenbereich beim RVR aktiv. "1998 bin ich durch den Tag der offenen Tür beim Verein zum Rudersport gekommen", berichtet der frischgebackene Weltmeister. Die Begeisterung für den Sport färbte auf die gesamte Familie ab.

Lange Tradition

Bei den Jakschiks aus Datteln hingegen hat der Rudersport noch längere Tradition. Vater Jens ist selbst begeisterter Ruderer und heute noch für den RVR aktiv. Magdalena selbst begann 2005 auf Leistungsebene mit dem Rudern. Zwei weitere der ingesamt vier Jakschik-Kinder, die 15-jährige Margarete und der 14-jährige Malte, starten ebenfalls bei den Rauxeler Junioren.

Kein Wunder, dass der Kontakt zwischen beiden sportbegeisterten Familien besonders eng ist. "Jannis und Leonie Augustin sind auch privat sehr gute Freunde von mir", sagt Magdalena Jakschik.

Auch in China verbrachten die beiden RVR-Athleten viel Zeit miteinander, waren mit den Teamkollegen unter anderem auf Ausflügen zur chinesischen Mauer und in die Verbotene Stadt unterwegs. "Angesichts der großen Hitze und der vorhergehenden Trainingseinheiten waren diese Reisen zwar faszinierend, aber auch anstrengend", berichtet Magdalena Jakschik.

Doch alle Strapazen waren mit dem sportlichen Erfolg zum Abschluss der Titelkämpfe vergessen. Augustin und seine Teamkollegen setzten sich gegen die Favoriten aus China und Neuseeland durch, die Juniorinnen mit Jakschik mussten sich lediglich den Titelverteidigerinnen aus Rumänien geschlagen geben. "Ich hätte nicht erwartet, dass wir so weit nach vorne kommen", kommentiert die RVR-Ruderin.

Für Jannis Augustin war auch das Miteinander mit den Konkurrenten ein überaus positives Erlebnis. "Die Neuseeländer waren sehr faire Verlierer und insgesamt sehr angenehme Kollegen", berichtet der Becklemer. Da beide Mannschaften im selben Hotel untergebracht waren, sei es dort bei den Feierlichkeiten nach dem Finale "noch sehr nett" gewesen, schmunzelt der 18-Jährige.

Fortsetzung bei U23

Sowohl Magdalena Jakschik als auch Jannis Augustin peilen nun die Fortsetzung der Laufbahn im U23-Bereich des Deutschen Ruderverbandes (DRV) an. Ganz "nebenbei" müssen die beiden jungen Sportler, die Gymnasien in Recklinghausen besuchen, auch noch das Abitur 2008 hinter sich bringen. Für Hobbys neben dem zeitaufwändigen Sport, der sieben bis acht Trainingseinheiten in der Woche erfordert, bleibt da kaum Luft. Magdalena Jakschik ist begeisterte Standard-Tänzerin und Klavierspielerin, während Jannis Augustins Freizeitaktivitäten wie Surfen oder Snowboarden vor allem auf die Urlaubszeit beschränkt.

Für die Entscheidung, was nach dem Abitur kommen soll, bleibt noch fast ein Jahr Zeit. Während Magdalena Jakschik sich eine Orientierung in Richtung Sportmedizin vorstellen kann, will Jannis Augustin weiter in Ruhe überlegen. "Im Moment", sagt der Weltmeister, habe ich noch keine genauen Pläne."

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