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Kein Umbruch erwartet

CASTROP-RAUXEL Einen vernünftigen Grund für die Aufhebung der Schulbezirke sieht die Erste Beigeordnete und Sozialdezernentin, Petra Glöß, nicht. "Möglicherweise", sagt sie, "wird sich aber damit auch nicht viel ändern."

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In Düsseldorf, so berichtet Petra Glöß, habe man bereits im vorigen Jahr die Schulbezirksgrenzen aufgehoben und kaum neue Wanderbewegungen festgestellt. "Nur 15 Prozent der Schüler wurden nicht in der eigentlichen Aufnahmeschule angemeldet. Und einen Schüler-Anteil von zehn Prozent, der Schulen außerhalb des Schulbezirks besuchte, gab es ohnehin schon. Da hat sich also nicht viel bewegt", so Petra Glöß.

Zwei Bekenntnisschulen

In Castrop-Rauxel gibt es mit den Bekenntnisschulen am Alten Garten in Henrichenburg und der Elisabethschule in Obercastrop zwei Angebotsschulen mit einem stadtweiten Einzugsbereich. Die Elisabethschule beispielsweise, die vor wenigen Jahren auf eine Dreizügigkeit erweitert wurde, zieht viele Schüler aus dem südlichen Stadtgebiet an. "Das führt schon zu einer starken Reduzierung der Schülerzahlen in Merklinde und am Grünen Weg in Obercastrop", stellt Petra Glöß fest. Ob es nun insgesamt so komme, dass stärkere Schulen stärker und schwache schwächer werden oder Schüler aus sozial benachteiligten Stadtbereichen abwandern, bleibe abzuwarten. "Die freie Schulwahl kann auch dazu führen, dass gerade Schulen mit kleinen Klassen attraktiv werden und sich die Anmeldezahlen so regulieren", erklärt Petra Glöß und fügt an: "Für die Stadt als Schulträger gibt es nur über die Zügigkeit der Schulen eine Steuerungsmöglichkeit. Und Erweiterungen wird es nicht geben. Meine Befürchtung ist nicht, dass Schulen zu voll werden, sondern dass sie zu leer sein werden."

Nahe Schule ist zuständig

Liegen also zum Beispiel einer zweizügigen Schule, die maximal 60 Schüler aufnehmen kann, 80 Anmeldungen vor, müssen 20 Kinder abgewiesen werden. Das sind dann die Kinder, die nicht im Einzugsgebiet der Schule wohnen. "Zuständig ist die Schule, die am nächsten zum Wohnort liegt. Dort bekommt ein Kind immer einen Platz", erläutert Petra Glöß.

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