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Klöckner-Kraftwerk: Schornstein fällt Anfang April

RAUXEL Anfang April soll er fallen. Der 230 Meter lange Schornstein des ehemaligen Klöckner-Kraftwerks. Über den genauen Termin beraten alle Beteiligten am Freitag. Aktuell läuft die Suche nach möglichen Blindgängern. Insgesamt werden vier Verdachtsmomente überprüft. Elmar Müller von E.ON erläutert weitere Details.

Klöckner-Kraftwerk: Schornstein fällt Anfang April

Der Schornstein wurde wegen Bergsenkungsgefahr auf einem Dreibein errichtet.

"Wahrscheinlich wird es wie bei der Kühlturm-Sprengung ein Sonntagmorgen sein", erklärte Elmar Müller von der E.ON-Öffentlichkeitsarbeit im Regionalzentrum West in Gelsenkirchen gestern auf Anfrage.

Zwingende Notwendigkeit

Das Abstimmungsgespräch mit allen Beteiligten wie Ordnungsamt, Feuerwehr, DRK und THW sei zwingend notwendig, da wie am 5. November 2005 zwischen 400 bis 450 Helfer-Kräfte im Einsatz sein werden.

Wie bei der Kühlturm-Sprengung soll es vorab aber einen Informationsabend für alle Anwohner und Interessierten geben, bei dem das Vorgehen vorgestellt wird. "Die Leute sollen schließlich genau wissen, was passiert", sagt Elmar Müller.

Kamin höher als Kühlturm

Im April sei die Zahl derer, die aus ihren Häusern evakuiert werden müssen, größer als beim letzten Mal. "Schließlich ist der Kamin deutlich höher als der Kühlturm es war", verdeutlicht Elmar Müller. Letzterer kam "nur" auf 86 Meter und war gegen den wegen Bergsenkungsgefahr auf einem Dreibein errichteten 230 Meter hohen Schornstein eine deutlich kleinere Angelegenheit. Alle Betroffenen würden aber zu gegebener Zeit persönlich per Post benachrichtigt.

Wie bei der ersten Sprengung trägt E.ON dafür Sorge, dass die Evakuierten während der Maßnahme Unterschlupf finden. Im Gespräch sind wieder eine Unterkunft in der Nansen-Realschule und ein Beobachtungsposten von der neuen Klöckner-Straße aus. "Natürlich wird dieser wegen der Kamingröße ein bisschen weiter weg sein als in 2005", kündigt Müller an. Generell ist er zuversichtlich, was die Zusammenarbeit mit den Anwohnern angeht: "Das hat damals gut geklappt, im Nachhinein gab es keinerlei Klagen."

Suche nach möglichen Blindgängern

Auf dem Gelände an der B 235 tut sich bis April noch einiges. Aktuell läuft die Suche nach möglichen Blindgängern. "Es gab vier Verdachtsmomente, die zurzeit vom Kampfmittelbeseitigungsdienst überprüft werden", berichtet Dieter Gerth vom Ordnungsamt. Bei einer Stelle an der Böschung zur B 235 gibt es bereits Entwarnung. Die drei anderen Verdachtsmomente konzentrieren sich auf den ehemaligen Kohlenplatz. "Sind diese Arbeiten abgeschlossen, werden alle Löcher begradigt und das Fallbett kann gebaut werden", zeigt Elmar Müller auf.

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