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Künstler Bormann gegen Umbau der Fußgängerzone

CASTROP Energisch wendet sich Jan Bormann gegen den geplanten Umbau in der Altstadt. Die Fußgängerzone zwischen Simon-Cohen- und Lambertusplatz solle so bleiben, wie sie ist, fordert der Künstler.

Wenn für 360 000 Euro (wir berichteten) sein 1976 entworfenes Ziegelverbundpflaster mit den in grauem Granit skizzierten Kohleflözen der Zeche Erin durch gelblichen Granit ersetzt werde, "wird Gestaltung abgeräumt statt geschaffen", schimpft Bormann.

Vor dem Hintergrund, dass die Stadt im Rahmen des Landeswettbewerbs "Stadt macht macht Platz - NRW macht Plätze" einen Förderantrag zur Neugestaltung des Fußgängerzonenbereichs "Im Ort" gestellt und für die Maßnahme jetzt 72 000 Euro Eigenmittel im Haushalt für 2008 vorgesehen hat, tritt Bormann eine Diskussion los, die er bereits im Jahr 2005 erfolglos führte. Der Umbau mit einer 80-prozentigen Landesförderung wurde damals von der Politik mit breiter Mehrheit gestützt. Bormann hofft jetzt auf einen Sinneswandel und die Beteiligung des Kunst- und Gestaltungsbeirats.

Dauerhafte Lösungen besser als Aktionismus

Er kritisiert den "Aktionismus" des zweiwöchigen "Ab in die Mitte"-Programms, das im Spätsommer an den Stadteingängen geplant ist. "Besser wäre es", so Bormann, "über die Gelder aus dem NRW-macht-Plätze-Topf zu dauerhaften Lösung an den Stadteingängen - etwa am Bennertor/Biesenkampplatz oder am Münsterplatz - zu kommen." Im Übrigen, erklärt Bormann, sei das angestrebte Baumdach in der Straße "Im Ort" nicht machbar, da der Keller des "Hertiehauses" (heute Hettlage + Fischer) in den Straßenraum rage und Baumanpflanzungen unmöglich seien.

Im März, so die Auskunft des NRW-Bauministeriums, wird das Städtebauförderprogramm erstellt. Erst dann steht fest, ob es für die Altstadt überhaupt Geld gibt.

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