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Kupferdiebstahl durch Zeugin vereitelt

CASTROP-RAUXEL Kupfer steht derzeit hoch im Kurs. Schrotthändler zahlen Höchstpreise. Rund 300 Euro war das Material wert, auf das es zwei junge Männer am 13. Mai des Jahres abgesehen hatten. Doch eine aufmerksame Nachbarin verhinderte den Diebstahl. Statt Beute zu machen, muss einer der beiden gescheiterten Diebe nun zahlen: Das Amtsgericht verurteilte ihn gestern zu einer Geldstrafe über insgesamt 450 Euro.

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"Ich wusste gar nicht, worum es ging", versuchte der 21-Jährige auf der Anklagebank, seine Beteiligung an dem Coup herunter zu spielen. "Der Kumpel wollte, dass ich helfe." Was, wo und weswegen war ihm angeblich nicht klar. Das liest sich im Polizeiprotokoll noch ganz anders. Da wird aus dem Kumpel ein Cousin, mit dem er auf ein schnelles Zubrot spekulierte. Weil die beiden das Kupferkabel nicht mit der Trommel über den Zaun der Firma hieven konnten, rollten sie es ab und schoben ein Ende unter dem Zaun her. Sodann begaben sie sich wieder auf die andere Seite und zogen mit vereinten Kräften an der vermeintlichen Beute.

Ausrede

Das Tun wurde jedoch von der Stimme einer aufmerksamen Anwohnerin unterbrochen, die mit der Polizei drohte. Erschreckt schoben die beiden das Kabel zurück, bevor sie die Flucht ergriffen. Zu spät! Auf der Langen Straße wurden sie von der Polizei eingeholt. Und die Ausrede, sie hätten geglaubt, dass es sich um Abfall handelte, beeindruckte die Beamten gar nicht.

Gesondertes Verfahren

Da half es auch nicht, vor Gericht eine abgeschwächte Version auszubreiten. Zu sehr deckten sich die Aussagen, die die beiden Männer bei der Polizei gemacht hatten. Amtsrichter Schwarz verurteilte den Angeklagten wegen versuchten Diebstahls zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu jeweils fünf Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar den doppelten Satz gefordert.

Gegen den Cousin läuft ein gesondertes Verfahren.

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