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Handball: HSG Rauxel-Schwerin feiert Erfolge

„Mit wertvollen Tipps zum Doppel-Aufstieg“

Castrop-Rauxel In der am vergangenen Wochenende abgelaufenen Saison haben die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin 2 und 3 die Sprünge in die 1. und 2. Kreisklasse geschafft. Stephan Speckbacher hat bei beiden Teams das Trainer-Zepter geschwungen und berichtet im Interview über die Hintergründe des Erfolgs. Warum die Zweite auf Platz zwei landete und wie spannend für die Dritte das Rennen um Platz eins auf der Ziellinie war.

„Mit wertvollen Tipps zum Doppel-Aufstieg“

Lukas Zöpel (mit dem Rücken zum Fotografen) trug beim abschließenden Saisonspiel des Aufsteigers HSG Rauxel-Schwerin 2 gegen den TuS Ickern 2 das Trikot des ehemaligen und im Januar verstorbenen Vorsitzenden Willi Kückelmann. Mit diesem Hemd gelangen ihm am Ende zehn Tore beim deutlichen 43:21-Sieg Foto: Volker Engel

Herr Speckbacher, Glückwunsch zu den Aufstiegen Ihrer Teams. Worin lag Ihrer Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg?

Ich bin nunmehr im dritten Jahr bei der HSG Rauxel-Schwerin. Ich glaube, dass in allen Mannschaften – wahrscheinlich inklusive der Jugend – ein Mentalitätswandel stattgefunden hat.

Was meinen Sie damit?

In der Vergangenheit gab es vor allem in den Herren-Mannschaften das Problem, dass bei einem klaren Rückstand vorzeitig der Kopf in den Sand gesteckt wurde. Umgekehrt wurde bei einer deutlichen Führung viel zu viele Gänge zurückgeschaltet. Daher fehlte ein ums andere die Konstanz, eine Saison erfolgreich abzuschließen.

Oftmals greifen Teams auf Spieler ihrer ersten Mannschaft zurück, um sich für eine Aufstiegs-Saison zu verstärken. Wie war das in Ihrem Fall?

Wir hatten im Saisonverlauf einen festen Kreis von 60 Spielern für die zweite und dritte Mannschaft. Bei uns haben lediglich dann Spieler aus dem Bezirksliga-Kader einen Einsatz bekommen, wenn sie zum Beispiel aus einem Urlaub gekommen sind. Dann waren sie nach den Regeln auch für uns einsatzberechtigt und haben uns geholfen.

Sie haben bereits im Frühjahr betont, dass die Erfolge der zweiten und dritten Saison einer bestimmten Person widmen wollen. Wen meinten Sie damit?

Ja, wir widmen die Aufstiege unserem im Januar verstorbenen, ehemaligen Vorsitzenden Willi Kückelmann. Er war zu Beginn der Saison bei unseren Spielen in der Halle und hat uns wertvolle Tipps gegeben. Wenn es in den vergangenen Wochen bei uns nicht lief, haben sein Sohn Pierre Kückelmann, der Mannschaftsverantwortlicher der Dritten ist, und ich uns stets daran erinnert, dass wir es für ihn schaffen wollen.

Am abschließenden Spieltag hat man Ihre Verbundenheit zu Willi Kückelmann auch deutlich sichtbar in der ASG-Sporthalle mitbekommen. Wie kam es zu dieser Aktion?

Sein Sohn Pierre ist derzeit in den USA. Wir hatten uns gesagt: Wir wollen, dass Willi mitspielt. Und haben daher das HSG-Trikot, das er zum Vereinsjubiläum überreicht bekommen hat, mit in die Halle genommen. Lukas Zöpel hat es während des Spiels der zweiten Mannschaft getragen. Er hat damit zehn Tore geworfen und musste für unser 30. Tor auch eine Kiste Bier spendieren. Ich habe Pierre geschrieben: Willi hat getroffen!

Pierre Kückelmann war mit 153 Saisontoren als zweitbester Liga-Schütze einer der wichtigsten Akteure der dritten Mannschaft. Wie kam es zum zweiten Aufstieg in Folge dieses Teams?

Dazu gehörte neben dem Können auch ein bisschen Glück dazu. Das Ende war fast hollywood-reif. Wir mussten mindestens ein Unentschieden gegen den HSC Welper erzielen und konnten nicht mehr auf Leute aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen, weil sie dort festgespielt waren. Wir haben in dem Spiel auch schon deutlich zurückgelegen, haben dann aber Moral mit unseren 1,82-Meter-Zwergen gegen die 2-Meter-Riesen der Gäste bewiesen. Wenige Sekunden vor Schluss hat Marco Schießl nach starker Vorlage von Florian Crämer vor 300 Zuschauern das 22:22 geworfen – und wenige später haben wir alle gefeiert, als hätten wir die Champions League gewonnen. Ich habe aber auch großen Respekt vor den Welperanern. Sie haben mit nur 16 Spielern im gesamten Verein eine starke Saison gespielt.

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Wo kann die Reise jetzt für die beiden Teams in den höheren Ligen weitergehen?

Meiner Meinung nach werden wir gut bestehen können. Mit Jan-Philipp Zautke haben wir in der zweiten Mannschaft zum Beispiel auch einen Torwart, der uns schon jetzt einige Spiele gewonnen hat. Und Feldspieler Nikolas Zöpel war schon für die bisherige Liga ein äußerst herausragender Akteur.

Machen wir es einmal wie im Fernsehen: Wollen Sie zum Abschluss des Interviews noch jemanden grüßen?

Ich möchte mich bei allen Spielern, Trainern, Betreuern, Zeitnehmern, Sponsoren und Zuschauern bedanken, die uns diesen Doppel-Aufstieg ermöglicht haben. Jeder von Euch hat einen Teil dazu beigetragen. Danke dafür!

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