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Morddrohungen gegen die Exfrau bestraft

CASTROP-RAUXEL Er ist erst 24 Jahre alt und steht schon vor einem Trümmerhaufen. Keine Ausbildung, kein Job, kein Geld. Dazu jede Menge Beziehungsstress, was den Castrop-Rauxeler zu Aktionen hingerissen hatte, die nun ein Gericht bestrafte.

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Morddrohungen gegen die Exfrau bestraft

Im jugendlichen Alter von 19 Jahren wurde der Mann bereits Vater. Doch das Familienglück währte nicht lang, nach drei Monaten beendete die Mutter des gemeinsamen Kindes die Beziehung. Wut und Kummer, Eifersucht und Hass machten dem jungen Mann so zu schaffen, dass er psychisch krank wurde.

Er ließ kein gutes Haar an der Frau, die neun Jahre älter ist als er selbst. Auch gestern im Gericht warf er ihr Drogensucht vor und die Vernachlässigung der Kinder. Seines eigenen und des etwas ältereren Halbbruders. Er selbst flog aus Schule und Job, weil es ihm so schlecht ging. Doch Hoffnung keimte auf, als er die Frau im Herbst letzten Jahres zufällig wieder traf.

Eine Chance, seinen Sohn kennenzulernen

"Ich wollte ihm eine Chance geben, seinen Sohn kennen zu lernen, mehr nicht", erklärte die Frau, die als Zeugin geladen war, die erneute Annäherung. Die der Angeklagte wohl anders deutete. Knapp drei Monate ging er in der Wohnung der Ex ein und aus, besorgte für die Weihnachtstage sogar einen Baum samt Schmuck - und wurde ausgesperrt.

Als er dann doch in die Wohnung gelassen wurde, beließ er es nicht dabei, den Weihnachtsbaum umzuschmeißen, sondern mischte sich später einen Tabletten-Cocktail, den er mit Alkohol herunterspülte. Kaum dass er das rettende Krankenhaus verlassen hatte, sann er auf Rache. Per SMS stieß er wüste Drohungen aus. Morddrohungen.

"Drohungen waren nicht ernst gemeint"

Dann war wohl eine Weile Ruhe, bis er sich mit ähnlich makabren Worten im März wieder meldete. "Das war nicht ernst gemeint", versuchte er die Drohungen abzuschwächen. Doch das konnte weder die Staatsanwaltschaft noch den Richter beeindrucken.

Dreifache Bedrohung, dazu Beleidigung und versuchte Nötigung wollte die Staatsanwältin mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 10 Euro geahndet sehen. Amtsrichter Schwarz reduzierte in seinem Urteil die Strafe auf 80 Tagessätze zu jeweils fünf Euro. Trotzdem ein harter Brocken für den mittellosen Mann, der sich schwor, endlich nur noch nach vorn zu blicken.

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