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Neue Baumschutzsatzung sorgt für Wirbel

CASTROP-RAUXEL Im Frühjahr sorgte der Vorstoß der Christdemokraten, das Nadelholz aus der Baumschutzsatzung zu werfen, für mächtigen Wirbel.

Neue Baumschutzsatzung sorgt für Wirbel

<p>Ausnahme für die Eibe.</p>

Jetzt legt die Verwaltung der Politik die auf Antrag von Rot-grün überarbeitete Satzung vor. Und wieder scheint heftige Kritik vorprogrammiert zu sein. Leser Günter Evers z.B. kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum bei der "Umwandlung von Nadel- in Laubgehölz" für die Eibe eine Ausnahme gemacht werden soll. Evers: "Die Eibe ist doch hochgiftig." Die Landwirtschaftskammer weise ausdrücklich darauf hin, dass sie wegen giftiger Inhaltsstoffe nicht geeignet sei für Häuser und Gärten, zu denen Kinder Zutritt haben.

Gute Lösung

Daniel Molloisch, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, winkt ab: "Das gilt ja auch für den Goldregen und den haben die Leute auch im Garten stehen." Er ist überzeugt mit dieser vierten Änderungssatzung, die den Umweltausschuss am Dienstag, 9. Oktober, beschäftigen wird, eine gute Lösung gefunden zu haben. "Warum ist man denn dem Beispiel von Bochum nicht gefolgt?", kritisiert Günter Evers weiter. Die Nachbarstadt hat die Satzung für Grundstücke unter 350 qm Größe aussetzt. Und auch bei uns, sagt Evers, gebe es ja gerade diese Problematik und Unverständnis, wenn Bürger in Handtuchgärten darunter leiden müssten, dass ihnen die Bäume massig über den Kopf gewachsen seien.

Nicht satzungsfest

Darüber habe man auch bei der SPD nachgedacht, sagt Daniel Molloisch. Die Fachverwaltung habe allerdings darauf hingewiesen, dass dies nicht satzungsfest sei, es dann möglicherweise zu Klagen kommen könnte von Bürgern, deren Grundstücke nur knapp über 350 qm groß wären. Wichtigster Punkt der neuen Satzung ist sicherlich, dass demnächst Nadelholz eben mit Ausnahme der Eibe auf Antrag gefällt werden darf, wenn dafür ein Laubbaum gesetzt wird. Die Verpflichtung zu dieser Ersatzpflanzung entfällt, wenn die Antragsteller bis maximal zwei Jahre vor Fällgenehmigung bereits einen Laubbaum gepflanzt haben.

Fällantrag

Neu ist auch, dass nicht nur der Eigentümer einen Fällantrag stellen kann, sondern auch der Nachbar, wenn er er glaubhaft machen kann, dass der Baum "seine Rechtsgüter bedroht".

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