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Optik des neuen Cafés ist Geschmackssache

CASTROP Empört ist der Arbeitskreis bürgerfreundliche Altstadt "über die Verschandelung des Marktplatzes" durch das Reiterbrunnen-Café. Er fordert eine Beseitigung der "Jahrmarktbuden". Was denken Sie? Diskutieren Sie mit.

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Umstritten: das Café am Reiterbrunnen

Meinolf Finke

Arbeitskreis-Koordinator Meinolf Finke schreibt dazu: "Es fehlt nur noch, dass man bei der Gelegenheit auch gleich die Bäume und die Bänke um den Reiterbrunnen entsorgt hätte! Jetzt haben wieder alle Bürger auf den Bänken die Möglichkeit, den Verzehr der Gäste zu beobachten! Wer hat eine solche Verstümmelung des Marktes genehmigt?"

Außencafé nötig

Grundsätzlich stellt Meinolf Finke fest: "Über die Notwendigkeit eines Außencafés besteht Einigkeit." Er fragt jedoch: "Wieso glauben die Stadtverwaltung, die untere Denkmalbehörde, der Kunst- und Gestaltungsbeirat (der für solche Gestaltungsfragen extra geschaffen wurde), das Altstadtmanagement, der Cityring und alle mit der Angelegenheit befassten Stellen, dass mit diesem Sammelsurium eine Aufwertung des Marktplatzes im Sinne der Denkmalwürdigkeit verbunden ist?"

Alle beteiligten Stellen sollen überlegen, wie eine vernünftige Lösung für eine Außengastronomie gefunden werden könne. Die Bürger des Arbeitskreises, der vor Jahren mal vom Diakonischen Werk eingerichtet wurde, schlagen ein Außencafé an der Westseite des Marktes vor.

Andere Meinungen

Wenig begeistert äußerte sich auch Citymanager Peter Breuer: "Es fehlt sicherlich noch an Dekoration, einen Wohlfühlcharakter gibt es noch nicht. Auch über die Aufteilung der mobilen Gastronomie sowie der Tische und Stühle muss man sich noch Gedanken machen." Und Matthias Zimmer vom Altstadtmarketing meinte nach dem ersten Eindruck: "Die Gastronomie auf dem Markt ist sehr wünschenswert und der unternehmerische Mut ist hervorragend. Bei der Gestaltung an dieser signifikanten Fläche hätte ich mir aber eine größere Mode-rationsleistung der Stadt gewünscht. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr gemeinsam zu einer anderen Lösung kommen."

2008 soll's schöner werden

Genau das haben sich auch der Betreiber Elmar Bök vom Brauhaus Rütershoff und Geschäftspartner Marcus Vierhaus für 2008 vorgenommen. Gegenüber unserer Zeitung erklärten sie, dass es ihnen zunächst einmal um schnelles Handeln gegangen sei. "Wir wollten die letzten schönen Sommerwochen nutzen, um das Interesse der Bürger auszuloten und Erfahrungen zu sammeln", erklärte Elmar Bök. Für das nächste Jahr wolle man sich nach ansprechenden, dem Stadtbild entsprechenden, gestalterischen Alternativen umsehen.

Ordnungsamtsleiter Manfred Koert wirbt dafür, dem Unternehmer-Duo genau diese Zeit zu geben. "Da versuchen zwei Leute, etwas zu gestalten, was ja für die Altstadt gewünscht ist. Man sollte ihnen dazu die Einstiegsmöglichkeit geben und zugestehen, dass sie nicht für vielleicht noch sechs sommerliche Wochen riesig investieren", so Koert.

Toiletten im Kiosk

Ordentliche Toiletten sind auf jeden Fall da und werden für die Gäste des Reiterbrunnen-Cafés auf der anderen Marktseite (Am Mark 19) in einem dafür angemieteten Ladenlokal, in dem auch ein Kiosk betrieben wird, bereit gehalten.

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Umstritten: das Café am Reiterbrunnen

Meinolf Finke

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