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Parkplatz blieb über den Tod hinaus reserviert

CASTROP-RAUXEL In der Schubertstraße ist abends glücklich, wer auf Anhieb einen Parkplatz findet. Da ärgert es so manchen Anwohner um so mehr, dass ein ausgewiesener Schwerbehindertenparkplatz seit etwa sieben Wochen nicht genutzt wird.

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Dieser Parkplatz für Schwerbehinderte an der Schubertstraße wird nun wieder abgeschafft.

Achim Waldert

"Die Frau, der dieser Parkplatz zustand, ist verstorben. Das kann doch nicht sein, dass der Platz trotzdem frei gehalten wird", echauffiert sich ein Anwohner, der nicht genannt werden will. "Völlig korrekt", stimmt ihm Achim Waldert (Foto) vom Ordnungsamt zu. Doch um die Markierung aufzuheben, müsse die Stadt grundsätzlich erst einmal über den Tod der betreffenden Person informiert werden. In diesem Fall geschah das in der vergangenen Woche - durch den verärgerten Anwohner. "In der Regel melden sich die Angehörigen selbst bei uns, aber das ist hier nun einmal nicht passiert", so Achim Waldert.

Er habe die Angaben dann umgehend überprüft. "Ich kann den Parkplatz ja nicht einfach aufheben, ohne zu wissen, ob die Person wirklich tot ist", verdeutlicht er. Denn es sei schon vorgekommen, dass Bürger ähnliche Fälle gemeldet haben, sich aber in der Person geirrt hatten.

Korrekte Angaben

Da sich die Angaben im Fall der Schubertstraße als korrekt erwiesen, hat Achim Waldert in der Folge das Tiefbauamt informiert. "Wann die Mitarbeiter den Parkplatz nun genau aufheben, kann ich nicht sagen. Aber sicherlich in den nächsten Tagen."

Seit 1979 hat das Ordnungsamt 1350 Schwerbehindertenparkausweise ausgestellt. "Etwa 700 bis 800 dürfte es davon heute noch geben", schätzt Achim Waldert. Diesen Parkausweis bekommt nur, wer einen Schwerbehindertenausweis hat. "Die Prozentzahl spielt dabei keine Rolle. Wichtig sind die Vermerke", betont der Ordnungsamtsmitarbeiter. So müssen die Abkürzungen aG (außergewöhnlich Gehbehindert) und bl (blind) vermerkt sein.

Einen Parkplatz richtet die Stadt aber natürlich nicht allen Inhabern von Schwerbehindertenparkausweisen ein. "Nur denjenigen, die kein Grundstück oder keine eigene Zufahrt haben, und die in Straßen wohnen, wo Parkdruck herrscht", erklärt Waldert. So gäbe es beispielsweise an der Wartburgstraße im Bereich der Beruflichen Schulen drei Schwerbehindertenparkplätze. "Da ist es immer schwer, einen Parkplatz zu finden", weiß Waldert.

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Dieser Parkplatz für Schwerbehinderte an der Schubertstraße wird nun wieder abgeschafft.

Achim Waldert

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