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Rathaus: Endlich Thermostat-Ventile

CASTROP-RAUXEL Oben hui und unten pfui? "Nein," sagt die Pressesprecherin der Stadt, Nicole Fulgenzi, ganz entschieden. Es geht ums Rathaus. Um die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und die Heizung im Keller.

Rathaus: Endlich Thermostat-Ventile

Im Rathaus wurden im Sommer Thermostatventile eingebaut.

Reinhard Ofenhammer hat uns zu unserer Berichterstattung über die Verleihung des European Energy Award (EEA) geschrieben. Nämlich so: "Den Juroren des EEA hätten wahrscheinlich die Haare zu Berge gestanden, wenn sie die Heizungsanlage des Rathauses gesehen hätten. Eine kaum noch steuerbare Anlage, welche zum Großteil noch ohne Thermos tatventile ausgestattet ist. Eine Methusalem-Technik, welche unnötige Energie verschwendet und die Umwelt belastet. Mit dem Einsparpotenzial alleine des Rathauses könnten mehrere große öffentliche Gebäude beheizt werden."

Jetzt mit Thermostaten

"Bis zum Sommer dieses Jahres", sagt Fulgenzi, sei diese Darstellung zutreffend gewesen. Kaum zu glauben, aber wahr: In den Büros im Rathaus gab's keine Thermostate an den Heizkörpern, um die Temperatur zu regeln. Und die 30 Jahre alte Heizung hätte Nord- und Südseite des Komplexes nicht getrennt mit Fernwärme versorgen können. 160 000 Euro hat die Stadt kürzlich investiert, um aus dieser Schieflage raus zu kommen. In den Büros gebe es jetzt Thermostate, um die Temperatur individuell einstellen zu können und zwei Kreisläufe für den nördlichen und den südlichen Trakt. "Die Anlage ist jetzt erst mal in Ordnung so", erklärt Fulgenzi. An der Lüftung und am Klima sei in den nächsten Jahren aber noch zu arbeiten, um die Systeme zu optimieren.

75 Prozent für Gold

Was den EEA angeht: Unsere Stadt hat sich die Auszeichnung in Silber mit 56,2 Prozent von 500 möglichen Punkten zwar redlich verdient, aber um an den goldenen Status von Münster oder Ostbevern zu kommen, braucht es 75 Prozent.

Da darf man sicher gespannt sein, was aus dem erstmals vom Immobilienmanagement vorgelegten Zahlenwerk wird, nach dem die Energiekosten für die städtischen Gebäude im Jahr 3,3 Mio. Euro verschlingen.

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