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SPD: Klima als roter Faden

CASTROP-RAUXEL Die SPD will in Sachen Klima- und Energiepolitik weiter Druck machen und setzt angesichts der leeren Kasse bei der Kommune auf kreative Ideen.

SPD: Klima als roter Faden

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Rathaus-Dach liefert inzwischen Strom.

Zunächst gelte es, so erklärten am Mittwoch Stadtverbandschef Frank Schwabe, Daniel Molloisch, Umweltausschuss-Vize, und Stadtverbandssprecher Rajko Kravanja bei einem Pressegespräch, die beim Umweltparteitag im Mai 2007 beschlossenen Anträge politisch durchzusetzen.

Für die Umsetzung des Konzepts, das Castrop-Rauxel zur Modellstadt für innovative Energiepolitik machen soll, gibt es einen Arbeitskreis Energie. Fünf Projekte sollen im Februar im Umweltausschuss und in den Betriebsausschüssen auf den Weg gebracht werden.

Geothermie

Die Ausweisung einer Passiv- bzw. 3-Liter-Haus-Siedlung, die energetische Versorgung einer Neubausiedlung durch Geothermie (Erdwärme), ein energiepolitischer Gipfel mit den Partnerstädten, die Entwicklung eines Masterplans Energie auf kommunaler Ebene - und Castrop-Rauxel bis 2010 zur "Glühbirnenfreien Zone" zu machen. "Bei der Geothermie-Siedlung haben wir an Drabig-City am Deininghauser Weg gedacht", erklärte Molloisch. Das Glühbirnen-Projekt nutze den Umstand, dass die Glühbirne eben als Symbol für Strom stehe und jeder Bürger leicht mitmachen könne.

Controlling

Zu den mittel- und langfristigen Zielen der Sozialdemokraten bei Klima- und Energiepolitik zählen u.a. ein Controlling aller vom Rat gefassten Beschlüsse zu Energie- und Klimaschutz, die Durchsanierung aller städtischen Gebäude nach energetischen Gesichtspunkten bis 2020, eine Energieeffizienzkampagne ähnlich der Aktion "Castrop-Rauxel taut ab" und ebenfalls bis 2020 die Energieproduktivität um mindestens 25 Prozent zu erhöhen. "Das muss sich wie ein roter Faden durch die Projekte ziehen", so Molloisch.

Geld aus Gabriel-Topf

MdB Frank Schwabe will ran an einen 400-Mio. Euro-Topf aus dem Emissionshandel bei Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). "25 bis 50 Mio. Euro", sagt Schwabe, "sollen in kommunale Modellprojekte fließen. Davon wollen wir 'was abhaben." Mit Hilfe des Stadtbetriebs EUV, dessen Umweltexperten sich gerade auch in Förderrichtlinien bestens auskennen würden.

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