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SPD und CDU wollen Markt in der Fußgängerzone behalten

Wochenmarkt Castrop

Die SPD-Fraktion will der zähen Diskussion um den Standort des Wochenmarkts in der Altstadt ein Ende machen und im Stadtrat am Donnerstag, 5. Juli, eine definitive Entscheidung für den Verbleib in der Fußgängerzone herbeiführen. Die CDU wird das mittragen, möchte dafür allerdings Bedingungen erfüllt sehen.

Castrop

von Abi Schlehenkamp

, 18.06.2018
SPD und CDU wollen Markt in der Fußgängerzone behalten

Der Castroper Wochenmarkt bleibt in der Fußgängerzone, da sind sich SPD und CDU einig. © Volker Engel

Für SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch stehen mehrere Kernargumente im Fokus: „Der Ersatzstandort in der Fußgängerzone hat sich als tragbare Alternative erwiesen,“ sagt er. Es habe eine ausführliche Erprobung mit der Klärung wichtiger Fragen gegeben. Und die Feuerwehr habe bestätige, dass eine Anfahrt im Rettungsfall in der Fußgängerzone problemlos möglich sei. Die Versetzung von Laternen habe zudem zur Verhinderung von Engstellen geführt.

Auslastung ließe Rückkehr gar nicht zu

Auch sei deutlich geworden, dass mehr Markthändler diesen Wochenmarkt beschicken wollen. Die derzeitige Auslastung des Marktes am Donnerstag etwa würde eine Rückkehr auf den Marktplatz (inklusive des Parkplatzes) gar nicht zulassen, da die Stellfläche nicht ausreichen würde. Außerdem hätten sich bei einer Befragung zwei Drittel der Teilnehmer für einen Verbleib des Marktplatzes in der Fußgängerzone ausgesprochen.

Außerdem stehe der Marktplatz für weitere Events (Castrop kocht über, Beachvolleyball, Weihnachtsmarkt mit Adventszelt und Schlittschuhbahn sowie Kirmes) länger zur Verfügung. Und es bestehe jetzt auch während der Marktzeiten die Möglichkeit, auf dem Marktplatz zu parken.

„Das erhöht die Erreichbarkeit der Innenstadtgeschäfte deutlich“, so Molloisch. Schließlich würden durch diese Parkzeiten Einnahmen erzielt, die die Verwaltung in einen Ordnungsdienst etwa für die Innenstadt investiert hat.

CDU knüpft Bedingungen an die Entscheidung

Auch für die CDU machte eine erneute Beteiligung der Bürger keinen Sinn. „Das Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger liegt ja vor“, sagt CDU-Stadtverbands- und Fraktionschef Michael Breilmann. Für die Christdemokraten müssten allerdings folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Gewährleistung der Sicherheit in Notfällen, also dass Feuerwehr und Notarztwagen tatsächlich durchkommen,
  • dass zu Marktzeiten keine Werbesegel vor den Geschäften positioniert werden,
  • dass das Radeln während der Marktzeiten auch tatsächlich geahndet wird.
  • Und noch eine vierte Sache sollte selbstverständlich sein, schiebt Breilmann nach: Die Stolperfallen durch die Kabel auf dem Boden müssten auf Dauer beseitigt werden, möglicherweise mit einer Lösung wie bei Castrop kocht über.

EUV will ein klares Marktkonzept

Auf der Jahreshauptversammlung der Standortgemeinschaft Casconcept Mitte Mai hat EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner das künftige Marktkonzept erklärt. So soll der Laufweg für Fußgänger beim Wochenmarkt immer an der Hussel-Seite frei sein. Zwischen Panda und Grobe sollen in der Regel zwei, maximal drei Stände aufgebaut werden, damit das Ganze transparenter wird. Eventuell könnte es eine Ergänzung durch Stände geben, die nur einen Meter Platz bräuchten. Und der Kartoffelhändler vor Panda?

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Samstags rückt er näher an den Imbiss ran, weil der da (anders als an anderen Wochenmarkttagen) dicht ist. Geprüft wird, ob es einen alternativen Standort gibt. Dieser Plan des Stadtbetriebs steht im Zusammenhang mit der Sicherheitsfrage. Die Rettungswege sollen so verlässlich frei sein. Bei der Kirmes will der EUV die kleinen Verkaufsstände künftig nur noch auf der Hussel-Seite zulassen und den Laufweg bei Grobe, Reiter, Borgerding und Behring frei lassen. Das Parken dicker Zugmaschinen auf dem Marktplatz soll bei der Kirmes vermieden werden.