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Parkbad Nord in Ickern

So wird das Freibad fit gemacht für den Sommer

Castrop-Rauxel Bevor das Hallenbad für drei Monate in den „Sommerschlaf“ versetzt wird, muss das Freibad wieder zum Leben erweckt werden. Und das dauert: In der vergangenen Woche, als das Wetter so wunderbar war, dass man am liebsten gleich ins Freibad gegangen wäre, war auch viel Betrieb im Parkbad Nord – aber nur interner. Warum es von einer Öffnung aber noch weit entfernt ist.

So wird das Freibad fit gemacht für den Sommer

Noch sieht es im Freibad Nord an der Recklinghauser Straße stark nach Renovierung aus. An vielen Stellen wird fleißig gewerkelt, damit das Parkbad zum anvisierten Termin am 1. Juni eröffnet werden kann. Foto: Uschi Bläss

Seit einigen Wochen schon laufen die Vorbereitungen für die Freiluftsaison. Von der langen Liste, die Bäderleiter Heinz-Robert Schäfer mit seiner Mannschaft abarbeitet, ahnt der normale Badegast nichts.

Schäfer hat den kompletten Arbeitsplan im Kopf. Schon seit 35 Jahren ist er Fachangestellter für Bäderwesen bei der Stadt Castrop-Rauxel angestellt. „Sobald wir die Abdeckfolie von den Becken entfernt haben, geht die Arbeit los“, sagt Schäfer. Das ist in diesen Tagen auch deutlich zu sehen. Überall werden Kacheln geschrubbt und Beckenwände mit Hochdruckstrahlern bearbeitet.

Ein riesiger Laubhaufen als Überbleibsel

Die Druckpolster, die im Winter im gefüllten Becken dafür sorgen dass die Kacheln in Frostnächten nicht zerspringen, sind in unterirdischen Depots verstaut. „Nachdem das Wasser abgelassen wurde, haben wir erst mal das ganze Laub aus den Becken entfernt“, erzählt Schäfer. Der riesige Laubhaufen, der noch abtransportiert werden muss, ist beachtlich.

Fliesenleger bessern beschädigte Kacheln aus und Reinigungsfachleute bearbeiten alle Edelstahlflächen, damit sie wieder glänzen. Während Gärtner das Totholz aus den Bäumen entfernen, den Rasen bearbeiten und Hasenlöcher stopfen, werden sie von Badewärtern unterstützt. Nebenbei erwähnt Schäfer, dass es weder im Hallenbad noch im Freibad Bademeister gibt. „Bademeister arbeiten in Kurbädern und verabreichen Moorbäder oder Fangopackungen“, sagt er, „unsere Aufsichtskräfte kommen von der DLRG.“

Die „To-Do-Liste“ ist noch lang

Vier Saisonkräfte und ein festangestellter Badewärter kümmern sich während des Betriebes um die Sicherheit der Badegäste. Jetzt müssen auch sie mit anpacken und im Freibad das Unkraut entfernen. Aber auch die Reinigung des Umkleidebereichs und der Duschen gehört zu ihren Aufgaben. Durch eine thermische Desinfektion, bei der 70 Grad heißes Wasser durch die Leitungen läuft, geht es eventuell vorhandenen Bakterien an den Kragen. „Die Hygiene wird in beiden Bädern großgeschrieben“, so Schäfer. Schließlich soll der Badegast sich wohlfühlen. Doch mit diesen Arbeiten ist es noch lange nicht getan. Die „To-Do-Liste“ ist noch lang.

So wird das Freibad fit gemacht für den Sommer

Bäderleiter Heinz-Robert Schäfer schaut im Maschinenraum des Parkbad Nords nach dem Rechten. Foto: Uschi Bläss

Die Schwallwasserbeckenanlage muss gereinigt werden, die Lüftungsanlage in der Umkleide und in der Wärmehalle muss überprüft werden, die Filtertechnik muss vorbereitet werden. Dabei läuft Schäfer in den Keller und präsentiert zwei riesige Becken, in denen sich die Anlage befindet. Ähnlich wie Bienenwaben hängen Filterrahmen in einer Schiene, die bei laufendem Betrieb ständig gereinigt werden müssen. „Den Filterkuchen entfernen“, nennt Schäfer das.

Im Raum nebenan stehen drei Metalltürme, in denen der PH-Wert des Wassers geregelt wird. Die „Marmortürme“ heißen so, weil sie mit Marmorkiesel gefüllt werden. Weiter geht es zur Chlorgasanlage. Auch dort checkt Schäfer die Technik und die Sicherheit. „Oben können wir auf dem Computer ständig sehen, wie hoch der Chlorgehalt im Wasser ist“, so Schäfer. Aber unabhängig davon ist drei Mal täglich eine Wasserprobe fällig, damit die Qualität stimmt.

Am 1. Juni soll das Parkbad Nord eröffnet werden

Ob das Bad schon vor dem offiziellen Termin am 1. Juni geöffnet werden kann, hängt davon ab, ob alle Arbeiten erledigt sind. Sobald die beiden Wasserbecken mit C-Rohren geflutet sind und die Abnahme des Hygieneinstituts erfolgt ist, könnte es losgehen.

So wird im Parkbad Nord gearbeitet

Wenn der Hochdruckreiniger mal streikt, packt Schäfer selbst mit an.
Auf dem gesamten Freibadgelände wird bis zum offiziellen Start am 1. Juni gewerkelt.
Bäderleiter Heinz-Robert Schäfer kennt im Parkbad Nord jede Stelle.
Bäderleiter Heinz-Robert Schäfer kennt im Parkbad Nord jede Stelle.
Der Innenbereich wird derzeit zur Lagerstelle umfunktioniert.
Das Parkbad Nord wird für die baldige Eröffnung fit gemacht.
Im Keller befindet sich die Technik des Freibades.
Schutzhinweise für die Mitarbeiter sind ebenfalls angebracht.
Claudia Malik schrubbt den Winterdreck von den Kacheln.
Überall zeigen Bildschirme die richtigen Werte von Filter-, Lüftungs- und Chlorgasanlagen an.
Im Maschinenraum des Parkbads.
In drei großen Marmortürmen wird der PH-Wert des Wassers geregelt.
Die Schaltzentrale in der Wärmehalle.
Die Putzutentsilien stehen auch bereit.
Die Putzutentsilien stehen auch bereit.
Auch Totholz muss zum Schutz der Badegäste entfernt werden.
Auch Totholz muss zum Schutz der Badegäste entfernt werden.
Schon bald werden sich auf dem Areal des Freibades viele Badegäste tummeln.
Heinz-Robert Schäfer auf der großen Wiese im Parkbad Nord.
Noch sieht es im Freibad stark nach Renovierung aus.
Noch sieht es im Freibad stark nach Renovierung aus.
Noch sieht es im Freibad stark nach Renovierung aus.
Pommes und Currywurst seien stehts der Renner, so Kazinakis
Nikolaus Kazinakis macht seinen Kiosk fit für die Badesaison.
Claudia Malik schrubbt den Winterdreck von den Kacheln.
Heinz-Robert Schäfer ist als Bäderleiter überall dort zur Stelle, wo er gebraucht wird.
Noch warten die Startblöcke in der Wärmehalle auf ihre Bestimmung am Beckenrand.
Der Laubhaufen aus den Schwimmbecken muss noch abtransportiert werden.

Derweil streicht Nikolaus Kazinakis seinen Kiosk mit frischer Farbe an. „Ich freue mich schon sehr auf die Öffnung“, sagt er und strahlt von seiner Leiter herunter. So geht es auch Schäfer. „Es ist toll, wenn die Gäste in unser Freibad strömen und alles ist blitzsauber.“

2500 bis 3000 Badegäste kommen bei gutem Wetter täglich in das Freibad. „Vor vier oder fünf Jahren hatten wir einen absoluten Spitzenwert von 4100 Gästen“, erinnert er sich. Aber auch wenn es regnet, kommen immerhin bis zu 150 Personen zum Schwimmen.

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Auch Schäfer selbst zieht nach Feierabend gern mal seine Bahnen. „Manche Gäste freuen sich dann, wenn sie mich erkennen“, erzählt er. Wenn der Betrieb läuft, steht auch Schäfer am Beckenrand und guckt, dass alle Gäste zufrieden sind. „Randale? Nein – die gibt es nicht. Meistens haben die Gäste hier einfach nur ihren Spaß und genießen ihre Freizeit“, weiß der Bäderprofi. Noch sieht es im Freibad so aus wie bei einer großen Renovierung. Ende Mai bei gutem Wetter, spätestens aber Anfang Juni ist das vorbei. Dann beginnt die Draußen-Saison.

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