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Sport ist jetzt Chefsache im Rathaus

Verwaltungsbereich

Der Stadtrat stimmt für eine Aufteilung des Verwaltungsbereichs Sport und Bäder. Doch der Stadtsportverband warnt vor einer Nichtbesetzung der Stelle.

Castrop-Rauxel

von Tobias Weckenbrock

, 08.07.2018
Sport ist jetzt Chefsache im Rathaus

Der Sport in Castrop-Rauxel ist nun direkt Bürgermeister Rajko Kravanja unterstellt. © Foto: Tobias Weckenbrock

Die Aufteilung des Verwaltungsbereichs „Sport und Bäder“ ist beschlossen. Der Stadtrat stimmte mit Mehrheit gegen die Stimmen von Grünen und Linksfraktion für eine Angliederung der Sportangelegenheiten direkt beim Bürgermeister und das Aufgabengebiet Bäder im Bereich 60, dem Immobilienmanagement. Vorher debattierte die Politik aber ausführlich – denn es knisterte zuletzt gewaltig.

Hintergrund ist auf der einen Seite die Pensionierung von Wilfried Heyden, der den Bereich Sport und Bäder leitete und nun in die Ruhephase der Altersteilzeit geht. Auf der anderen Seite steckt auch ein Ratsbeschluss, von der Politik verabschiedet also, von 2012, als mit dem Haushaltssanierungsplan auch die Einsparung seiner Leitungsstelle beschlossen wurde. „Das aber hat sich als ungünstig erwiesen“, sagte Bürgermeister Rajko Kravanja am Donnerstag. „Alle, die damals dem Stellenplan zugestimmt haben, tragen die Verantwortung dafür, dass wir das Ding vor die Wand gefahren haben“, so der Verwaltungschef weiter.

Ulrich Romahn warnt vor einer Nichtbesetzung

Unter anderem der Stadtsportverband, vertreten vom Vorsitzenden Ulrich Romahn (SPD), warnte vor einer Nichtbesetzung. „Die Situation kann nicht gut sein für den Sport in der Stadt“, sagte er vor wenigen Wochen. „Sollte die Stelle nicht neu besetzt werden, könnte es sein, dass viele Dinge einfach so nebenherlaufen und es zu Problemen kommt, zum Beispiel bei der Hallenverteilung.“

Kravanja versicherte, dass man davon ausgehen könne, dass der Bereich vernünftig laufen werde. „Aber Ulrich Romahn wird mich an meiner Aussage messen. Und sie können mich persönlich nach einem Jahr vermöbeln, wenn es nicht läuft“, so der Bürgermeister.

Keine optimale Lösung

In seinem Bereich wird nun eine geringer dotierte neue Stelle für den Sport geschaffen. Die Politik war sich einig: Die Lösung sei nicht optimal, aber der Bürgermeister bekomme Vertrauensvorschuss. Daniel Molloisch (SPD) sagte: „Wir sind nicht bei ‚Wünsch dir was‘, sondern bei ‚So isset‘. Wer gegen die Vorlage stimmt, dem muss klar sein, dass es gar keine personelle Ausstattung für den Sport gibt.“ Oliver Lind (CDU) meinte: „Wir sind uns einig, dass es nicht gut gelaufen ist. Aber der Bürgermeister muss liefern, er steht jetzt unter Beobachtung.“

Ein Antrag der Grünen auf Verschiebung wurde abgelehnt. Anschließend beschloss der Stadtrat, dass es so kommt, wie von der Verwaltung vorgeschlagen – und dass nach einem Jahr bei den Haushaltsberatungen eine Evaluation erfolgt.

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