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Löschzug Habinghorst

Tag der offenen Tür belegt das Interesse an der Feuerwehr

Habinghorst Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiges Thema bei der Freiwilligen Feuerwehr. Aus diesem Grund lud der Löschzug Habinghorst am Samstag wieder einmal zum Tag der offenen Tür an die Dornbachstraße 15 ein. Die Gäste ließen sich trotz Kälte und Schnee nicht abhalten. Ziel erreicht?

Tag der offenen Tür belegt das Interesse an der Feuerwehr

Die sehr aktive Jugendfeuerwehr des Habinghorster Löschzugs demonstrierte beim Tag der offenen Tür schweres Gerät, das auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt wird. Foto: Volker Engel

Am Tag der offenen Tür gehört das historische Kinderkarussell zwar immer dazu, aber richtig interessant sind die Feuerwehrautos. Wann hat man schon mal Gelegenheit, die ganz aus der Nähe in Augenschein zu nehmen. Und dann schraubt sich auch noch die Drehleiter scheinbar endlos in den kalten Winterhimmel. Boah. Das kommt an.

Für die Feuerwehr heißt das: Ziel erreicht. Denn, wie Gerd Audem, Ausbilder und Löschzugführer, erklärte, könne die Arbeit der Feuerwehr gar nicht oft genug in der Öffentlichkeit vorgestellt werden: „Wir wollen, dass die Leute wissen, wie wir arbeiten. Wir von der Freiwilligen löschen schließlich das gleiche Feuer wie die Berufsfeuerwehr“, sagte er. Dirk Hering unterstrich die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit. „Auf diesem Wege sorgen wir auch dafür, dass uns der Nachwuchs nicht ausgeht“, erklärte er.

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Der Nachwuchs ließ dann auch nicht auf sich warten. Lennard und Tim, beide drei Jahre alt, sind von der Feuerwehr fasziniert. Die beiden Freunde waren mit ihren Eltern vor Ort und durften neben dem eindrucksvollen Fuhrpark auch die Räume der Feuerwehr erkunden. „Auch zu Hause haben wir ganz viele Feuerwehrautos und Bücher“, erzählte Mutter Eva Glitz von der Faszination der großen roten Blaulichtautos.

Früh von der Feuerwehr fasziniert

So ähnlich ging es Feuerwehrmann Nicolas Ulrich früher. Der heute 20-Jährige ist schon seit elf Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Habinghorst dabei, fing also schon mit 9 bei der Jugendfeuerwehr an. „Die Kameradschaft zahlt sich aus“, verrät er. „Egal ob du Hilfe bei einem Umzug brauchst oder ein anderes Problem hast. Auch privat halten wir zusammen. Das fühlt sich hier wie eine große Familie an.“ Die gemeinsame Arbeit bei der Feuerwehr präge das Zusammengehörigkeitsgefühl. „Vom Verkehrsunfall bis zum Wohnungsbrand arbeiten wir immer Hand in Hand. Mich lässt die Arbeit hier nicht los“, sagt Ulrich. Demnächst stehe bei ihm auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter an. Für die berufliche Zukunft wünscht er sich dann einen festen Platz bei der Feuerwehr.

Tag der offenen Tür belegt das Interesse an der Feuerwehr

Nicht nur am Schlauch, auch an der Reibekuchenpfanne machten die Habinghorster ein gutes Bild. Foto: Volker Engel

Florian Brand, Hauptamtlicher der Wache in Castrop und Sachgebietsleiter der Freiwilligen Feuerwehr, ist für 320 Leute verantwortlich. Er hat einen ähnlichen Werdegang hinter sich. Bevor er beruflich bei der Feuerwehr einstieg, war er als Jugendlicher viele Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Henrichenburg. Er lobte die Aktion der offenen Tür in Habinghorst und bestätigte, dass die Maßnahme ein gutes Mittel zur Mitgliederwerbung sei. „Früher konnten junge Männer der Wehrpflicht entgehen, indem sie Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wurden. Heute fällt das ja weg.“ Darum müsse man jetzt andere Wege gehen. Dennoch sei das Interesse für die Feuerwehr sehr hoch. Sogar bei den unter 12-Jährigen gebe es sogar schon Wartelisten. „Wir können uns in Castrop-Rauxel also nicht beklagen“, sagte Brand.

Auch eine Sache der Familientradition

Auf der anderen Seite sei eine Mitgliedschaft oft auch eine Sache der Familientradition. Nicht selten sei es so, dass schon der Uropa bei der Feuerwehr war. Das ziehe sich dann bis zum Enkel durch ganze Generationen. Uwe Meyer-Drabert lobte die Hilfsbereitschaft junger Leute in seinem Löschzug. Er ist langjähriges Mitglied der Freiwilligen in Habinghorst. Anderen helfen und die Kameradschaft erfahren, das sei schon ein tolles Ding.

Aber auch die Gäste, die nicht Feuerwehrmann/frau werden wollen, waren in Habinghorst willkommen. Und wurden vom Löschzug mit Leckereien und Getränken bestens versorgt. Denn nicht nur löschen, auch feiern können die Feuerwehrleute bekanntlich sehr gut.

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