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CAS-Sounds - Folge 19

The Claymore: „Es geht immer nur um Busen und Bier“

Castrop-Rauxel Nicht weniger als sich neu erfinden: Das will die Band, die wir in der CAS-Sounds Folge 19 vorstellen. „The Claymore“ hat das vor. Sie hat gerade ihr viertes Powermetal-Album eingespielt - und das klingt anders.

The Claymore: „Es geht immer nur um Busen und Bier“

Das sind die Jungs von „The Claymore“ (v.l.): Christian Köhle, Julian Busacker Hardy Kölzer, Pan Vogiatzis und Kai Schwittek. In Habinghorst an der Oskarstraße teilen sie sich einen Probenraum mit der Band Agamendon. Die Verbindungen beider Bands reichen sogar noch tiefer. Foto: Christian Püls

Nicht weniger als sich neu erfinden will sich die Band The Claymore. „Nach drei Jahren in dieser Besetzung wissen wir nun, wer wir sind und was wir wollen“, erklärt Schlagzeuger Hardy Kölzer, der seit der Bandgründung 2000 dabei ist. Das Ergebnis soll dann 2019 auf dem vierten Album zu hören sein. Ihrem Genre – modernen Powermetal – bleiben die fünf Musiker jedoch treu.

Jüngstes Bandmitglied – im doppelten Wortsinn – ist der 32-Jährige Julian Busacker, er ist seit 2015 dabei. Bereits im Alter von 16 Jahren spielte er Schlagzeug in einer anderen, längst aufgelösten Metalband. Bei The Claymore spielt er nun Gitarre. Er trat die Nachfolger seines Bruders Sebastian an, der zu den Gründungsmitgliedern zählt. „Meinen Bruder als festes Mitglied zu ersetzen, ist schon eine spezielle Sache, weil die Band schon so lange zusammen ist“, so Busacker, „aber gerade daher gehört der Name Busacker da rein.“

Enge Verbindung zu Argamendon


Sebastian Busacker war zudem vom 2002 bis 2006 Drummer bei Agamendon, die wir in der vergangenen CAS-Sounds-Folge vorstellten. In den ersten Jahren bestanden beide Bands – mehr oder minder – aus denselben Musikern. Auch Hardy Kölzer (40) und Gitarrist Kai Schwittek (40) halfen zur Gründungszeit bei Agamendon aus. Heute teilen sich beide Bands einen Proberaum mit Studio an der Oskarstraße.

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Nur zwei Claymore-Gründungsmitglieder standen nie auf der Besetzungsliste von Agamendon: Bassist Christian Köhle (38) und Sänger Andreas Grundmann. Als Grundmann 2011 bei The Claymore ausstieg, „sind wir in ein tiefes Loch gefallen“, erklärt Kölzer, „vorher war es wie ein Rausch mit all den Auftritten.“ The Claymore spielten bei zahlreichen Konzerten und Festivals in Deutschland und dem europäischen Ausland. 2008 traten sie beim Rock Hard Festival im Amphitheater Gelsenkirchen, wo sich seit 2003 zahlreiche internationale Szenegrößen die Ehre gaben. 2010 waren The Claymore dann Tour-Support der legendären W.A.S.P. (Wild Child; Harder, Faster). „Dirk Bach hat uns noch live gesehen“, erinnert sich Köhle an einen Auftritt dieser Tournee, „trotz all der Leute, fiel der sofort auf.“

2013 nahm Mike Krush den Platz am Mikrofon ein, blieb aber nicht lange. „Da gingen dann die Vorstellungen auseinander“, so Kölzer. 2015 kam dann Pan Vogiatzis (40) dazu. Er hatte bereits 2012 vorgesungen, damals erhielt jedoch Krush den Vorzug.

„Jetzt formt sich der neue Stil, der neue Sound“


„Jetzt formt sich der neue Stil, der neue Sound, der dann auf dem kommenden Album zu hören ist“, so Kölzer. Doch auch alte Songs erfahren durch die neuen Mitglieder einen Wandel.„Mikes Text ist recht persönlich und thematisiert Probleme“, so Vogiatzis, „das konnte ich gut nachvollziehen. Für mich hat eine ähnliche Geschichte jedoch eine andere Wendung genommen.“ Und so verschmolzen beide Geschichten zu einem neuen Text. Kölzer wischt den ernsthaften Hintergrund schnell weg: „Ach, eigentlich geht es bei unseren Songs immer nur um Busen und Bier.“ Großes Gelächter im Proberaum.

Doch Kölzer weiß auch um die ernsten Seiten des Musikerlebens. „Du hast deinen Job, du hast deine Beziehung, die du unter Umständen aufs Spiel setzt, weil du ständig im Proberaum oder auf Tour bist und gibst dann noch Geld dafür aus, anstatt mit der Musik was zu verdienen.“ So ähnlich verhält es sich mit dem kommenden Album, das das Quintett voraussichtlich auch nicht reich machen wird.

In unserer Serie CAS-Sounds stellen wir Bands aus Castrop-Rauxel vor. Wir besuchen sie in ihren Proberäumen und haben schon fast zwei Dutzend Bands porträtiert. Wer dabei sein möchte, kann sich an unsere Redaktion wenden: lokalredaktion.castrop@mdhl.de. Betreff: CAS Sounds.

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