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Ulrich Eudenbach: Auf der Bahn übernachtet

CASTROP-RAUXEL Regelmäßig erkegelt Ulrich Eudenbach von der KG Castrop-Rauxel Top-Ergebnisse mit mehr als 800 Holz. Dennoch stecken die heimischen Sportkegler mitten im Abstiegskampf in der 2. Bundesliga. Eudenbach selbst geht nicht vom Klassenverbleib aus. Ein Porträt.

Ulrich Eudenbach: Auf der Bahn übernachtet

Ulrich Eudenbach und sein Team standen auf verlorenem Posten. Dennoch rollten ihre Kugeln noch nicht auf den letzten Tabellenplatz.

Nachdem die KG vor dieser Saison zahlreiche Abgänge hatte hinnehmen müssen, rechnen sich die Castrop-Rauxeler keine realistischen Chancen in der zweithöchsten Spielklasse aus.

"Der Abstieg ist vorprogrammiert", räumt Eudenbach ein. "Drei oder vier gute Stammspieler kann man nicht so einfach ersetzen." Einer der letzten verbliebenen Routiniers, Klaus Mestenhauser, fällt nun nach einer Leistenoperation ebenfalls längerfristig aus.

Dennoch ist ein Abschied aus Castrop-Rauxel für den Bergkamener Eudenbach noch kein Thema. "Das Umfeld bei der KG gefällt mir", erklärt er. Außerdem sei der Zusammenhalt in der Mannschaft nach wie vor sehr groß. "Man unternimmt auch privat häufiger etwas miteinander."

Nicht mehr im Boot bei den Castrop-Rauxelern ist mittlerweile allerdings Michael Nielinger, mit dem Eudenbach einst vom KV Dortmund in die Europastadt gewechselt war. Nielinger und Frank Ocwirk haten die Castrop-Rauxeler Sportkegler im Sommer verlassen und sich dem Ligakonkurrenten PSV Gelsenkirchen angeschlossen.

30-jährige Laufbahn

Der 47-jährige Eudenbach, der mit Ehefrau und 21-jähriger Tochter in Bergkamen lebt, kann auf eine mehr als 30-jährige Laufbahn als Sportkegler zurückblicken.

Bereits als Kind kam er mit dem Kegeln regelmäßig in Berührung. Eudenbachs Eltern betrieben eine Gaststätte mit entsprechender Ausstattung. "Ich habe als Kind quasi auf der Kegelbahn übernachtet", schmunzelt er. 1974 schloss sich Eudenbach dem Verein Kamener Sportkegler an.

Parallel stand zunächst auch noch eine sportliche Laufbahn als Fußballer zur Diskussion. Seine Aktivitäten als Kicker beim VfL Kamen beendete der gelernte Koch jedoch nach der A-Jugend. "Im Freundeskreis haben sich Einige zunächst über die Entscheidung für das Kegeln lustig gemacht", erinnert sich Eudenbach. "Als sie dann aber gesehen haben, welch hoher Trainingsaufwand auch bei diesem Sport betrieben wird, haben sie ihre Meinung geändert."

Mehr als 20 Jahre war Eudenbach für die Kamener Sportkegkler, die bis in die Oberliga aufstiegen, aktiv. Dann wechselte er in die NRW-Liga nach Dortmund und vor sechs Jahren zum Zweitligisten nach Castrop-Rauxel.

"Es könnte sein, dass wir durchgereicht werden"

"Ich wollte mich sportlich verbessern", erklärt er heute. Derzeit richtet sich Eudenbach allerdings auf eine längere Talfahrt mit der KG ein. "Es könnte sein, dass wir nach einem möglichen Abstieg noch eine weitere Liga nach unten durchgereicht werden."

Vor diesem Hintergrund ist auch ein Vereinswechsel noch nicht völlig vom Tisch. "Die erste Bundesliga wäre natürlich noch einmal eine Herausforderung", sagt der Sportkegler.

Allerdings ist das Zeitkontingent, das ihm für den Kegelsport zur Verfügung steht, durchaus begrenzt. Eudenbachs heutige berufliche Tätigkeit als Monteur im Lüftungsbau erfordert häufige Reisen.

Zudem benötigt der passionierte Motorradfahrer ein wenig zusätzliche Zeit für sein Hobby: "Ein Mal im Jahr geht es auf eine Zehn-Tage-Tour, zum Beispiel nach Gibraltar, Sizilien, Korsika oder Sardinien", berichtet Eudenbach.

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