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Wo kann ich was tun?

CASTROP-RAUXEL Der Wille, ehrenamtlich tätig zu sein, ist bei vielen Menschen da. Doch wo und wie sie sich engagieren könnten, wissen die wenigsten. Diese beiden Erfahrungen macht Silvia Engemann von der Caritas häufig.

Wo kann ich was tun?

Kristin Weckermann, Silvia Engemann und Wilhelm Hinz stellten den Aufbau der Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement "Ehrensache!" vor.

Zugleich suchen Institutionen, Vereine oder Verbände händeringend nach ehrenamtlichen Kräften. "Mir fehlt aber der Überblick und ich habe auch nicht die Zeit, für jeden eine passgenaue Tätigkeit zu finden", erzählt Silvia Engemann. Seit Ende Mai baut die Caritas-Mitarbeiterin daher mit neun Ehrenamtlern eine Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement auf, die nun unter dem Namen "Ehrensache!" auch nach außen aktiv wird.

Verknüpfung

"Diese Vermittlungsstelle soll eine Verknüpfung zwischen engagierten Bürgern und Einrichtungen herstellen", erklärt Wilhelm Hinz. Der ehemalige Banker wollte eigentlich ehrenamtlich in der Schuldnerberatung tätig sein, doch da dies nicht möglich ist, stemmt er mit Gleichgesinnten aus unterschiedlichen Lebenskreisen, Berufen und Stadtteilen das neue Projekt. "Gerade die Tatsache, dass wir so verschieden sind, kommt der Projektarbeit zugute", unterstreicht Kristin Weckermann, die freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig ist und sich in der Gemeinde St. Franziskus ehrenamtlich einbringt.

So hat die Gruppe zum einen einen Fragebogen entworfen, der ab Montag an 28 verschiedene Einrichtungen versandt wird. "Damit wollen wir den Bedarf erfragen und herausfinden, was den Ehrenamtlichen geboten wird", verdeutlicht Wilhelm Hinz.

14 Tage später wollen die Gruppenmitglieder sich bei den 28 Adressaten wie z.B. der Agora, dem Roten Kreuz, der AWo oder dem Frauenhaus persönlich vorstellen.

"Wir wollen natürlich nicht nur wissen, sondern auch sehen, wo und wie der Ehrenamtliche eingesetzt wird. Oberstes Ziel ist, dass es ihm gefällt und dass er sich wohlfühlt", unterstreicht Silvia Engemann. Priorität hat auch, dass es einen festen Ansprechpartner und eine Versicherung gibt.

Übersicht

Sind alle Informationen eingeholt, erstellt die Gruppe eine Übersicht über die Einrichtungen und deren Anforderungsprofile. Im ersten Quartal 2008 will die Vermittlungsstelle Ehrensache! gezielt Menschen ansprechen, die sich engagieren wollen. Mittels eines Fragebogens, der zurzeit entwickelt wird, sollen bei ihnen Interessen und Fähigkeiten etc. ermittelt werden.

Erst dann beginnt die richtige Vermittlungsphase. "Dabei gilt: Wer gegen seinen Wunsch eingesetzt wird, ist schnell wieder weg", bringt Wilhelm Hinz die Prämisse auf den Punkt.

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