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Kriminalitätsstatistik 2017

Zahl der Straftaten auf niedrigstem Niveau seit 2007

Castrop-Rauxel Gute Nachrichten von der Polizei: Der aktuelle Kriminalitätsbericht für 2017 zeigt, dass im Kreis Recklinghausen insgesamt 1800 weniger Straftaten verzeichnet wurden, als 2016. Wir haben fünf Fakten zur aktuellen Statistik.

Zahl der Straftaten auf niedrigstem Niveau seit 2007

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen legte die aktuelle Statistik am Mittwoch vor.

2017 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen gut 52.000 Straftaten erfasst. Das sind 1800 weniger als im Jahr zuvor. Der Wert ist der niedrigste seit vielen Jahren. Auch in Castrop-Rauxel ging die Fallzahl von 5533 im Jahr 2016 auf 5281 zurück. Weniger Fälle gab es hier seit zehn Jahren nicht. Diese Daten gehen aus dem Kriminalitätsbericht vor, den Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen am Mittwoch vorlegte.

Die wichtigsten fünf Aspekte für Castrop-Rauxel aus dem Bericht:

  • 2017 gab es kein einziges Tötungsdelikt. Das war schon 2016 und 2015 so. 2014 dagegen hatte es noch fünf Straftaten gegen das Leben gegeben, in den Jahren zuvor waren es beständig zwei bis vier Tötungsfälle.

  • Die Zahl der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist zwar deutlich angestiegen, allerdings nur, weil seit 2017 auch die Fälle von sexueller Belästigung in diesem Bereich mitgezählt werden und nicht mehr im Bereich der Beleidigung auf sexueller Grundlage. Es gab zum Glück aber 2017 nicht einen einzigen Fall von Vergewaltigung oder besonders schwere Fälle sexueller Nötigung.

  • Die Zahl der Raubdelikte liegt in Castrop-Rauxel deutlich unter Vorjahresniveau. 34 Taten wurden 2017 registriert, 16 weniger als 2016 und der geringste Wert der vergangenen zehn Jahre. Positiv zudem: Jede zweite Tat in diesem Bereich konnte aufgeklärt werden.

  • Deutlich zurückgegangen sind zudem die Diebstahlzahlen (1986 statt 2398 Fälle). Dazu zählen auch die Wohnungseinbrüche. Hier mussten 2017 nur 184 Fälle registriert werden, über 40 Prozent weniger als noch 2016 (319 Einbrüche). Bei den Diebstählen aus Autos gab es 2017 den drittniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre (413 Fälle), aber deutlich mehr Fälle als noch 2016 (305).

  • Die Aufklärungsquote der Polizei ist generell höher geworden. Bei allen Fällen registrierte die Polizei eine Quote von 53,29 Prozent (Vorjahr 51,27 Prozent). Erfreulich: 81 Prozent aller Sexualdelikte werden aufgeklärt, 90 Prozent aller Körperverletzungen und 92 Prozent aller Ladendiebstähle. Weit weniger erfreulich sind die Bilanzen in anderen Bereichen: Nur 1,6 Prozent aller Taschendiebstähle lassen sich klären und auch bei den Wohnungseinbrüchen, bei Raub, Fahrrad- und Autodiebstahl kann die Polizei nur Aufklärungsquoten unter 20 Prozent vorweisen. Ähnliches gilt für Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum, an Autos oder durch Graffiti.
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Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen legte die aktuelle Statistik am Mittwoch vor.

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