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Zelt, wo einst die Synagoge stand

CASTROP Dort, wo einst die Synagoge stand, soll am 9. November eine Jurte stehen. Mit dieser Zeltkonstruktion wollen die Pfadfinder für die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht die Grundmauern nachbauen.

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Zelt, wo einst die Synagoge stand

Der Schweigemarsch startet immer am Jüdischen Friedhof.

Traditionell startet der Schweigemarsch zum Simon-Cohen-Platz um 17 Uhr am Jüdischen Friedhof in der Oberen Münsterstraße mit der Begrüßung durch den Stadtjugendring-Vorsitzenden Jörg von der Groef.

Gesicht zeigen 2007

Erstes Etappenziel wird die Plakatwand in der Münsterstraße gegenüber von Schreibwaren Lach sein. Doris Spangenberg vom Team Jugendarbeit wird hier die Aktion „Gesicht zeigen 2007“ vorstellen und kurz berichten, wie viele Castrop-Rauxeler sich gegen Rechts ablichten lassen haben. Doch bei der Gedenkveranstaltung soll natürlich nicht nur geschaut werden, was andere gemacht haben. „Jeder hat die Möglichkeit, Gesicht zu zeigen“, wirbt Friedhelm Libuschewski vom Vorstand des Stadtjugendrings. Auf dem Simon-Cohen-Platz wird das Team Jugendarbeit in einem Pavillon erneut Fotos machen, so dass Schweigemarsch-Teilnehmer und Passanten sich an der Aktion beteiligen können. „Ihre Bilder werden zwar nicht auf Plakaten zu sehen sein, dafür aber auf der neuen Homepage des Stadtjugendrings. Diese befindet sich gerade im Aufbau, dürfte aber Mitte November online sein“, wirbt Sabrina Lankers, Leiterin des Jugendrotkreuzes. Insgesamt haben sich bisher 1200 Castrop-Rauxeler fotografieren lassen.

Zeitgeschichte

In der Jurte können sich die Schweigemarsch-Teilnehmer nach einer Rede von Bürgermeister Johannes Beisenherz ausgiebig umzusehen. Auf Plakatträgern ist dort die „Zeitgeschichte der Verfolgung der Juden von 1933 bis 1945 in Deutschland“ zu sehen. Über eine CD-Rom sind weitere Bilder und Informationen abrufbar, die es auch in der Holocaust-Gedenkstätte in Berlin gibt. Natürlich soll auch in diesem Jahr wieder gemeinsam etwas gegen das Vergessen gemacht werden. Die übliche Mitmachaktion konzentriert sich auf eine Leinwand, an der so viele Handabdrücke wie möglich gesammelt werden sollen. „Sinnbildlich stehen viele Hände immer dafür, dass man gemeinsam etwas schaffen kann“, verdeutlicht Friedhelm Libuschewski, „auf uns bezogen heißt das, dass wenn sich viele erinnern, die Vergangenheit nicht so schnell vergessen wird.“

Rund um den 9. November:

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung, die erfahrungsgemäß anderthalb Stunden dauert, zeigt das Jugendforum des Kinder- und Jugendparlaments am 9. November ab 19 Uhr den Film „Swing Kids“ im Jugendzentrum BoGi‘s an der Leonhardstraße. Interessierte sind herzlich willkommen. Am 12. November ist Adolf Burger in der Kurbel zu Gast, wenn dort ab 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) der Film „Der Fälscher“ gezeigt wird. Dieser basiert auf seinem Buch „Des Teufels Werkstatt“. Im Anschluss an die kostenlose Veranstaltung steht Adolf Burger für Gespräche über seine Erfahurngen im Nazi-Deutschland zur Verfügung. In der Janusz-Korczak-Schule ist ebenfalls am 12. November das Hein-Knack-Theater mit „Der Klatschkopf“ zu Gast. Die Zehntklässler sehen das Stück gegen Rassismus.

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