Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Alles Gute zum Geburtstag

Dorsten Eigentlich war es weder ein richtiges Jubiläum, noch ein runder Geburtstag, aber es war ein richtig tolles Fest, das rundum gelang:

150 Gäste feierten am Samstag 15 Jahre Jüdisches Museum in Dorsten, das der damalige NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau am 28. Juni 1992 eröffnet hatte.

Der Bilder-Rückblick zur Einstimmung, den Museumsleiter Dr. Reichling und Vorstandsmitglied Elisabeth-Schulte-Huxel launig kommentierten, führte die vielfältigen Aktivitäten und Meilensteine auf dem oft mühsamen Weg zu der heute mit ca. 7000 Besuchern pro Jahr in ganz NRW anerkannten Einrichtung anschaulich vor Augen.

Belustigte Lachert

Offizielle Empfänge, Ehrungen und Einweihungen, aber auch geselligere Anlässe, wie die beliebten Studienfahrten, Trödelmärkte und Fußballturniere "liefen" über die Leinwand und lösten belustige Lacher aus, wenn sich jemand aus dem Publikum mit einer old-fashioned Dauerwelle auf dem Kopf oder einem Kartoffelsalatschälchen in der Hand wiederfand.

"Sollen wir ein Fest feiern, wenn uns existentielle Sorgen plagen?" Die selbst gestellte Frage beantworte Dr. Reichling mit einem klaren "Ja, erst recht!"

Denn aus der Rückschau auf die Fülle der Dinge, die man gemeinsam in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht habe, könne man Kraft für die kommenden, notwendigen Schritte gewinnen.

Kabarettreif

"Die große Beteiligung und das tagtägliche ehrenamtliche Engagement sind nicht selbstverständlich", bedankte sich Reichling bei Mitgliedern und Freunden des Vereins, um gleich darauf in seinem Kabarett reifen Vortrag die Wünsche für die nahe Zukunft zu formulieren: "Ich nehme Sie jetzt mit in das Jahr 2017", führte er das Publikum in eine paradiesische Zeit, in der das Museum 12000 Besucher pro Jahr zählt, jeder Schüler der Stadt mindestens einmal dieses Haus besucht hat und das aufgestockte Stiftungskapital ein finanziell beruhigendes Polster bietet.

"Und wenn Sie noch mehr erfahren wollen, dann lesen Sie im 2. Band der Memoiren von Sr. Johanna nach", scherzte Reichling. "Da steht alles drin".

Überschaubar

Mit Memoiren konnte die Ehrenvorsitzende im Jahr 2007 zwar noch nicht dienen, aber mit vielen Erinnerungen, hat sie doch als Vorsitzende des Trägervereins und langjährige Leiterin des Museums das Projekt, das als fixe Idee auf einer Grillparty der damaligen Forschungsgruppe Dorsten unterm Hakenkreuz geboren wurde, entscheidend geprägt und vorangetrieben.

"Dieses Haus kann und will nicht mit den großen Museen in Berlin, Frankfurt oder München konkurrieren", betonte Sr. Johanna die Stärke des Dorstener Hauses: "Es ist überschaubar und lädt zum Verweilen ein." sing

Anzeige
Anzeige