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Auch ohne Feier: Die Partnerschaft lebt!

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Dorsten Wenn eine Stadt aus dem Westen Deutschlands eine Partnerschaft mit einer Kommune aus dem Osten der Republik pflegt, welches Datum bietet sich dann eher an, diese "Städteehe" zu feiern, als der "Tag der Deutschen Einheit"?

Dass heute keine große Jubelfeier, nicht mal eine offizielle Begegnung in bescheidenem Rahmen auf dem Programm steht, sagt einiges aus über den Stellenwert der Dorstener Städtepartnerschaft mit Hainichen. Nach der Euphorie der Wiedervereinigung, als 1990 die Partnerschaft besiegelt wurde und nach der Aufbruchstimmung der ersten Jahre, als Dorstener vor Ort in Sachsen ihren persönlichen Beitrag zur "Aufbauhilfe Ost" leisteten, hat sich einiges abgeschliffen.

Private Ebene

"Es ist aber nicht so, dass diese Partnerschaft in Vergessenheit geraten ist", versichert Anne Quallo vom Dorstener Bürgermeisterbüro, "die Beziehung hat sich lediglich normalisiert. Unterhalb der offiziellen Ebene gibt es zahlreiche private Kontakte. Und auch die Bürgermeister bleiben im Gespräch. Im November wird Lambert Lütkenhorst seinem Amtskollegen Dieter Greysinger in Hainichen den nächsten Besuch abstatten."

Obwohl die Funktion der Völkerverständigung, die Sinn internationaler Städtepartnerschaften ist, für Hainichen ohnehin niemals eine Rolle spielte und der "Patenschafts"-Gedanke der frühen Jahre heute längst ausgedient hat, gibt es bislang keinerlei Bestrebungen, einen anderen Status für die Städteehe zu finden oder sie vielleicht gänzlich aufzuheben. Zumal ein Handikap eine intensivere Pflege verhindert, unter dem alle Dorstener Partnerschaften leiden. Als Nothaushaltsgemeinde sind den finanziellen Aufwendungen der Stadt für solche Zwecke ganz enge Grenzen gesetzt.

Dafür werden neue Ebenen der Zusammenarbeit gesucht. Bei EU-Projekten sind Dorsten und Hainichen gern gemeinsam im Boot. Und vielleicht werden die Sachsen eines Tages sogar zum Kreditgeber: Finanziell geht es ihnen inzwischen deutlich besser als Dorsten! kdk

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