Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Bauarbeiten stellen Autofahrer auf Probe

Anzeige

Grafenwald Baustellen, Fahrbahnverengungen und Ampeln sind für jeden Autofahrer ärgerliche Begleiterscheinungen des Straßenverkehrs.

Die Grafenwälder und Kirchhellener bekamen in den vergangenen Monaten wechselweise alle drei Hindernisse auf der Bottroper Straße auf Höhe der Bauernstube geboten. Sie dienen jedoch nicht dazu, die betroffenen Auto- und Radfahrer sowie die Fußgänger zu verärgern. Der Grund der Unannehmlichkeiten ist die Renaturierung des Boye-Systems.

Diese ist auf Umbaumaßnahmen des Emschersystems zurückzuführen, die schon seit geraumer Zeit nach und nach durchgeführt werden. Abschnittsweise werden die Umbauten durchgeführt, die 2004 mit kleineren Regulierungsmaßnahmen begannen. Seit März dieses Jahres wird an der B 223 an dem Bau und der Vertiefung einer Brücke gearbeitet. Aufgrund der Arbeiten ist der Fußgänger- und Radweg gesperrt, wird aber über ein Wäldchen am Ottenschlag umgeleitet. Spätestens Ende des Jahres sollen die Arbeiten an der Grafenwälder "Todeskurve" beendet sein. Der gesamte Prozess wird sich hingegen bis etwa 2009 hinziehen.

Unterirdisch abgeführt

Das aus den Wohngebieten kommende Schmutzwasser muss jedoch zunächst in einem unterirdischen Abwasserkanal geleitet werden. Dies passiert mithilfe von Betonschalen, in denen das verschmutzte Nass abgeführt werden kann.

Die Betonprofile werden später wieder entfernt. Durch eine Anhäufung von ausreichend Regen- und Grundwasser soll ein Reinwasserlauf entstehen, mit dem Ziel einer ökologischen Aufwertung so wie des Aufbaus eines vernetzten Wege- und Grünsystems.

Die Boye ist von der Quelle bis zur Emschermündung 13 Kilometer lang und bildet zusammen mit den Nebenläufen ein 90 Kilometer langes Gewässernetz. Die Gesamtkosten der Renaturierung werden sich auf knapp neun Millionen Euro belaufen. Bald werden die Unannehmlichkeiten auch in Grafenwald Geschichte sein und einer ökologisch und wirtschaftlich vorteilhaften Entwicklung wird nichts mehr im Weg stehen. kw

Anzeige
Anzeige