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Baustein für lebendige Innenstadt

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Dorsten Thomas Hein Ein neues Café am Marktplatz, die Diskussion ums Lippetor-Center, Parkgebühren - es gab und gibt viel Diskussionsstoff in der Altstadt. Kurz vor dem Kanaluferfest am Wochenende fand (Foto), Vorsitzender der Interessengemeinschaft Altstadt, Zeit für ein kurzes Gespräch.

Herr Hein, am Marktplatz eröffnet womöglich noch in diesem Jahr das Café Solo? Überflüssig oder ein Genuss?

Hein: Was für eine Frage! Natürlich Genuss! In Dorsten fehlte seit langer Zeit ein Anbieter der anspruchsvollen Gastronomie. Mit dem Café Solo holt der Hauseigentümer Hans Baumann einen sehr interessanten Café-Betreiber zum Dorstener Marktplatz. Das ist ein weiterer Baustein für eine lebendige Einkaufsstadt. Ich bin sehr dankbar, dass der Vermieter nicht den zigtausendensten Telefon- oder Billiganbieter nach Dorsten holt.

In der Altstadt hat sich in den letzten Jahren viel Positives entwickelt. Nur mit dem Lippetor-Center will´s nicht so recht vorwärts gehen. Was halten Sie von den jüngsten Plänen?

Hein: Ich bin für einen schnellen Umbau oder Abriss des Lippetor-Centers. Aber ich habe große Bauchschmerzen, wenn die Verkaufsfläche in der Dorstener Altstadt drastisch vergrößert wird. Gerade in der Stadt Bocholt hat man gesehen und gespürt, dass sich das komplette Stadtzentrum durch ein großflächiges Einkaufszentrum (Arkaden) komplett verschoben hat. Das wäre sehr schädlich. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass Media-Markt der Ankermieter für ein neues Einkaufszentrum wird.

Die Unabhängige Bürgerpartei ist kürzlich mit ihrem Antrag gescheitert, kostenloses Parken in der Altstadt ab 16 Uhr einzuführen. Ist Dorsten da im Vergleich zu anderen Städten nicht rückständig?

Hein: Wir spüren in unseren täglichen Kundengesprächen natürlich eine gewisse Parkplatznot. Diese kann man sicherlich nicht mit einem kostenlosen Parken in Zentrumsnähe abschaffen. Wir müssen mit der Stadt Dorsten im Gespräch bleiben und weitere innenstadtnahe Flächen für das Parken schaffen.

Ob ein kostenloses Parken ab 16 Uhr Sinn macht, sollte diskutiert werden. Leider sind wir zu diesem Antrag nicht eingebunden gewesen, ein Gespräch im Vorfeld hätte sicher einiges geklärt.

Was können die DIA-Mitglieder tun, um die Innenstadt auch für auswärtige Kunden noch interessanter zu machen?

Hein: Freundlichkeit, Service, Kundenwünsche von den Augen ablesen und vor allem mehr geben (das ist nicht materiell gemeint), als der Kunde erwartet.

Mit Thomas Hein sprach Redakteur Stefan Diebäcker.

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