Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Befruchtendes Lernklima

Dorsten Kai und Maurice spielen Karten. Im Unterricht. Kai gewinnt - und Lehrerin Sandra Wischerhoff gratuliert ihm herzlich zu seinem Erfolg.

Anzeige

Spiel und Spaß beim Lernen, dabei die Welt begreifen und vom Miteinander mit älteren Schülern profitieren - das ist Ziel des jahrgangsübergreifenden Lernens (JÜL) in der Wichernschule. Im dritten Jahr praktiziert die Hervester Grundschule dieses in Dorsten einzigartige System. Schulleiter Niko Woronka zieht Bilanz: "Es ist zwar eine Heidenarbeit, aber es macht unheimlich viel Freude" - soviel Freude jedenfalls, dass das Lehrerkollegium unlängst mehrheitlich für die Fortsetzung des Programms für die kommenden vier Jahre stimmte. Sandra Wischerhoff absolviert für sich genommen aktuell den dritten Durchgang und sieht "JÜL" als "sinnvoll und gut" an: " Man fährt zweigleisig in einer Stunde, weil man ja zwei Jahrgänge gleichzeitig unterrichtet. Es ist sicher ein anderes Arbeiten, bei dem aber immer die individuelle Förderung der Kinder im Mittelpunkt steht."

Im Team arbeiten

So sitzen in ihrer jetzigen Klasse Erst- und Zweitklässler zusammen an den Tischen, ohne dass es den Älteren langweilig und den jüngeren zu anspruchsvoll wird. Denn nach einer gemeinsamen Einführung in die Stunde gehen die Kinder in verschiedenen Gruppen zu Werke, um sich ihren Stoff zu erarbeiten. Ein Team beschäftigt sich etwa mit dem Wochenplan, das nächste rückt zum wissenschaftlichen Experimentieren aus, die dritte Gruppe übt sich im Lesen mit Hilfe eines großen, grünen, gefräßigen Wortkrokodils oder zieht Karten, um die Welt der Zahlen zu begreifen. Gleichzeitig hospitieren einzelne Elternteile im Unterricht, widmen sich den Kindern, denen zu Hause nicht so viel Aufmerksamkeit wie nötig zuteil wird. So kommen die Kinder, je nach individuellem Leistungsvermögen, zum Ziel, ohne ihren gewohnten Klassenverband verlassen zu müssen. Überflieger können mit "JÜL" nach nur einem Schuljahr gleich mit in die dritte Klasse aufsteigen - umgekehrt bleibt den langsameren genügend Zeit, sich den Lern stoff zu erschließen. Ein durchlässiges System also, das . schöner Nebeneffekt - den Teamgeist ungemein fördert. eng

Anzeige
Anzeige