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Bei „Brief und mehr“ geht die Post ab

Interview

DORSTEN Der Briefmarkt ist umkämpft, auch in Dorsten. Die einstmals staatliche „gelbe Post“ hat private Konkurrenz bekommen. Auf den Dorstener Straßen ist Rot die vorherrschende Farbe. Die frühere Porto Brieflogistik GmbH ist inzwischen im regionalen Anbieter „Brief und mehr“ aufgegangen, der zum Medienhaus Lensing gehört.

27.04.2010

Mit dem Geschäftsführer Ahmet Yildiz und dem Vertriebsleiter Theodor Homann sprach Christoph Winck. In Dorsten schließt die Deutsche Post in Kürze ihre letzte Filiale, auch die Schließfächer wechseln vom dann vom fast verwaisten Lippetor in die Innenstadt. Nehmen Sie von den Entwicklungen beim Platzhirsch eigentlich Kenntnis?Theodor Homann: Natürlich bekommen wir das mit. Und wir reagieren auch darauf. Sie können heute schon bei uns am Südwall Briefe aufgeben.Ahmet Yildiz: Aber wir können auch nicht jede Lücke schließen, die bei der Deutschen Post gerissen wird. Postfächer oder Finanzdienstleistungen bieten wir zum Beispiel nicht an.Glauben Sie denn, dass Sie vom Teilrückzug der Post profitieren können?Yildiz: Man kann immer gewinnen, wenn der Markt in Bewegung ist. Unser Ziel ist es, einen ordentlichen Teil vom Kuchen Briefgeschäft zu bekommen. Wir sind in Dorsten nicht unzufrieden, aber es kann eben auch noch mehr werden. Unsere Strukturen sind so aufgebaut.Homann: Ich führe ganz aktuell viele Gespräche mit alten und zukünftigen Kunden. Natürlich gab es auch mal Probleme, die ausgeräumt werden müssen. Welches Unternehmen kennt das nicht? Aber wir kümmern uns vor Ort, in Dorsten, darum.Sie hatten im Herbst bei der Zustellqualität Schwierigkeiten. Sind die denn jetzt abgestellt?Yildiz: Wir haben in unserem Briefverteilzentrum in Münster im letzten Jahr siebenstellig investiert. Das haben wir nicht getan, um schlechter zu werden. Sicher, es hat in den ersten Wochen der Umstellung auch mal gerumpelt. Aber das haben wir längst in den Griff bekommen.Homann: Natürlich kann es auch bei uns mal einen Irrläufer geben. Das kennt die gelbe Post aber auch. Nur: Bei den privaten Briefdienstleistern erfolgt dann immer ein Aufschrei, uns fehlt die staatliche Vergangenheit, die Lobby der Unfehlbaren.

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