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Beim Sparzwang gilt Gleichschritt

Dorsten Sie lagen auf einer Wellenlänge: Der neue Kreisdirektor Roland Butz und der Dorstener Verwaltungsvorstand um Bürgermeister Lambert Lütkenhorst teilten gestern die Auffassung, dass die große Finanznot aller Kreis-Kommunen bundesweit einzigartig ist und daher auch besondere Lösungsrezepte erfordert.

Ganz neu ist der Kreisdirektor nicht im Geschäft. Seit 1. Juli fungiert Roland Butz als "zweiter Mann" in der Verwaltungshierarchie des Kreises Recklinghausen hinter Landrat Joachim Welt. Aber Einarbeitung und Terminfülle ließen es erst jetzt zu, dass er als siebter Stadt auch Dorsten seinen Antrittsbesuch abstattete.

Der 46-Jährige ist gewissermaßen ein "Heimkehrer". In Haltern-Sythen geboren zog seine Familie ins Rheinland um, als er gerade vier Jahre alt war. So war in den ersten Jahrzehnten der Raum Köln/Leverkusen sein Lebensmittelpunkt. Dort machte Roland Butz sein Abitur und studierte nach der Bundeswehr Sport und Jura. Zunächst als Anwalt tätig zog es ihn später als Justitiar für drei Jahre nach Rügen. Dann war Butz vier Jahre lang Beigeordneter, bevor er Kreisdirektor im niedersächsischen Landkreis Verden wurde.

So bringt der Christdemokrat zwar einiges an Erfahrung mit, musste sich in seinem neuen Tätigkeitsfeld aber dennoch umstellen: "Wir sind mit 655 000 Einwohnern der einwohnerstärkste Kreis in Deutschland, aber leider nicht gleichzeitig der finanzstärkste. Im Gegenteil, durch den Strukturwandel stecken alle Kreisstädte voll in der finanziellen Klemme."

Gutachter überzeugen

Butz, der auch als Kreiskämmerer fungiert und für die Bereiche Arbeit und Soziales zuständig ist, kann gut rechnen und weiß, was das bedeutet: "Man muss versuchen im Gleichschritt und mit ähnlichem Konsolidierungsdruck an die Sache heranzugehen wie die unter großem Spardruck stehenden Städte."

Auch bei einem weiteren Ziel war er sich mit dem Bürgermeister und den Dezernenten einig: In zahlreichen Gesprächen mit dem Gutachter, der 2009/2010 dem Land seine Resultate vorlegen soll, gilt es nun klarzumachen, dass Dorsten und die anderen Kreiskommunen nur mit Hilfe von außen finanziell genesen können. kdk

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