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Bevor der Notfall eintritt

Zwölfköpfiges Sozialraumteam kümmert sich um Familien in Krisensituationen

Chefin Karin Rudner und ihr Team, bestehend aus insgesamt zwölf qualifizierten Mitarbeitern, greifen ein, bevor Familien am Ende sind. Ihre Einsatzgebiete liegen in Hervest, der Altstadt und in Holsterhausen. Die Fachleute sind dafür da, Hilfen in vielen Lebenslagen zu leisten, insbesondere dafür zu sorgen, dass Beziehungen wieder aufleben und stabilisiert werden und stationäre Aufenthalte von Kindern vermieden werden. Wo vor der Mobilen Jugendhilfe punktuell von verschiedenen Behörden und Institutionen eingegriffen wurde, sorgt das eingeschworene Team nun für individuelle, maßgeschneiderte, übergreifende Lösungen. «Wir arbeiten mit Menschen, das ist immer schwierig, jedes Mal ist anders», fasst Karin Rudner zusammen. Probleme, die häufig genug über die Arbeitszeit hinaus auf die Mitarbeiter des Teams einwirken. Im Notfall ist die Mobile Jugendhilfe auch an Wochenende für ihre Klientel da. Sie weiß, dass Dorsten über gute Hilfsangebote verfügt. Einen Teil davon hat die Mobile Jugendhilfe beigesteuert, auf einen weiteren Teil greift ihr Team als Ressource zurück. So gibt es zum Beispiel eine «Jungengruppe für soziales Lernen» im Treffpunkt Altstadt. Die Zwölfjährigen lernen hier über ein Jahr in geschützten Raum, wie man Konflikte gewaltfrei löst, sich mit anderen auseinander setzt. Dabei werden die Eltern dieser Kinder zu regelmäßigen Elterngesprächen gebeten, um die Nachhaltigkeit des Angebotes sicher zu stellen. «Das sind nicht einfach pubertierende Kinder, sondern solche, die keine Regeln kennen und in einer geschlossenen Gruppe erst einmal den Umgang mit anderen Menschen lernen müssen.» Die erste Gruppe hat ihr «Lernjahr» mit Erfolg hinter sich gebracht - eine, wie Karin Rudner hofft, präventive Maßnahme, die das Abdriften der Heranwachsenden in kriminelle Bahnen verhindern hilft. Nach einem Jahr, so Karin Rudner im Jahresbericht ihres Teams, «haben sich Arbeitsabläufe geregelt und manifestiert. Die ersten Erfolge werden sichtbar. Die Ressourcendatei füllt sich, Gruppenagebote werden gerne angenommen. Effektive Falllösung und konkrete Hilfeplanung verkürzen den Fallverlauf.» eng

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