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In Barkenberg

Brücken-Konzept gerät ins Wanken

Wenn der Planungsausschuss am 15. November über drei schadhafte Brücken berät, geht es um viel mehr als eine bautechnische Frage. Auf dem Spiel steht auch der Grundsatz der Verkehrstrennung, der bisher in Barkenberg eisern durchgehalten wurde.

Brücken-Konzept gerät ins Wanken

Die Brücke an der Südheide wurde auf Schäden untersucht. Am Ende steht die Frage, was mit der zirka 40 Jahre alten Brücke geschehen soll.

Fußgänger und Radfahrer sollten in der Neuen Stadt Wulfen Vorrang haben und daher über ein eigenes Verkehrsnetz verfügen. So wollten es die Stadtplaner, als das Wohnkonzept im Grünen realisiert wurde. Konsequenterweise gewährleisten viele Brücken, dass es keine Konflikte mit dem Autoverkehr gibt.

Das ist bis heute so geblieben. Aber wird es auch in Zukunft so sein? Skeptiker befürchten, dass ein geplanter Brückenabriss jetzt der Einstieg in den Ausstieg aus dem Verkehrstrennungsprinzip wird. Denn wenn die Ratsgremien dem Vorschlag der Verwaltung folgen, dann wird die Brücke Südheide/Maiberger Allee ersatzlos abgerissen.Untersuchungen hatten ergeben, dass gleich drei Brücken in Barkenberg in ihrer Standsicherheit gefährdet sind und deshalb aufwändig saniert oder rundum erneuert werden müssen.

  • Im Bereich Henkelbrey / Dimker Allee wurde der Brückenüberbau und die Mittelstütze aus Sicherheitsgründen bereits abgerissen. Kostenpunkt: 14 000 Euro. Die Kosten für die geplante Teilerneuerung - neue Brückenplatte und Mittelpfeiler - werden mit rund 163 000 Euro beziffert. In den nächsten 70 Jahren sei dann mit weiteren 67 000 Euro an Unterhaltungskosten zu rechnen.
  • Dies trifft auch für die Brücke Napoleonsweg/Wittenberger Damm zu. Diese Brücke wurde mit Hilfspfeilern gesichert. Die von der Verwaltung empfohlene Teilerneuerung - neue Brückenplatte und Stützen - wird mit 190 000 Euro kalkuliert.
  • Die Brücke Südheide/Maiberger Allee die ebenfalls mit Hilfspfeilern gesichert wurde, soll nach Auffassung der Verwaltung abgerissen werden. Anders als ihre beiden "Leidensgefährten", die als Verbindungsweg ausgewiesen sind und auch als Schulweg genutzt werden, dient diese Brücke überwiegend der Naherholung.

Stadtbaurat Holger Lohse betont, dass man grundsätzlich am Prinzip der konfliktfreien Straßenquerung festhalten wolle. Aus haushaltsrechtlichen Gründen seien aber Ausnahmen nicht auszuschließen, wenn es kostengünstigere und gleichzeitig sichere Alternativen gebe. Die SPD sieht auch die Südheide-Brücke als sanierungsfähig an und plädiert dafür, auf den Abriss zu verzichten.

 

 

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