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«Da geht es um harte Euros»

Kliniken in Not

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Dorsten Andreas Hauke ) Jede sechste Klinik in NRW ist von Schließung bedroht, weil die Mehrbelastungen bei gleichbleibenden Budgets um bis zu sechs Prozent steigen. Das Dorstener Krankenhaus wird sicher nicht zugemacht, Geldsorgen gibt es aber auch hier. (Foto , Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses, über Finanzprobleme und Synergieeffekte. Wie wirken sich belastende Faktoren wie die Mehrwertsteuererhöhung und gesellschaftliche Entwicklungen wie der demographische Wandel auf den Betrieb ihres Krankenhauses aus? Hauke: Das sind natürlich belastende Faktoren für den wirtschaftlichen Betrieb, da geht es um harte Euro-Beträge. Wir müssen ein innovatives Leistungsspektrum bieten, rationalisieren und schlanke Strukturen schaffen. Besonders wichtig ist, sich zunächst ein Überblick über die Finanzlage zu schaffen, z.B. werden Fallkosten geprüft: Was kostet eine neue Hüfte, eine Blinddarm-OP? Denn ab 2009 werden die Vergütungen für diese Operationen für alle Krankenhäuser in NRW gleich sein. Für uns ist das aber gut, weil wir einen positiven Angleich bekommen. Zur Zeit befinden wir uns in einer Konvergenzphase, in der wir alle Kosten für solche Eingriffe prüfen. Stichwort Gesundheitszentrum: Welche Möglichkeiten bietet die Vernetzung von ambulanter und stationärer Pflege? Hauke: Hier können ganz klar Synergieeffekte genutzt werden. Auch in Dorsten wollen wir eine stärkere Verzahnung des stationären und ambulanten Sektors anbieten. Es können zum Beispiel Kosten gespart werden, wenn Doppeluntersuchungen vermieden werden. Außerdem können niedergelassene Ärzte unsere Geräte nutzen oder OP-Räume anmieten. Auch die Patienten profitieren: In unserem Facharztzentrum können insbesondere Personen mit Mehrfacherkrankungen schneller und gezielter behandelt werden. Auch Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Krankenhäusern eröffnen Einsparpotenziale. Wie handhabt das St. Elisabeth-Krankenhaus solche Kooperationen? Hauke: Da gibt es eine eindeutige Tendenz, die Kooperationen werden ausgeweitet. Beispiel Apothekenversand: Da haben wir uns einem anderen Krankenhaus angeschlossen, das ist wirtschaftlicher. Auch bei der Krankenpflegerschule arbeiten drei Kliniken zusammen. Wir kooperieren außerdem im Rahmen von Einkaufsgesellschaften und gemeinsamen Ausschreibungen. Man muss sehen, dass man wirtschaftlich arbeitet und schlanke Strukturen schafft. Das neue Gesundheitszentrum am St. Elisabeth-Krankenhaus befindet sich in der Bauphase, die Eröffnung ist für den 1. April 2008 geplant. Zweck der Einrichtung ist die Vernetzung von ambulanter und stationärer Pflege.

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