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Denkmalgeschütztes Gebäude am Dorstener Marktplatz verkauft

Das plant der neue Besitzer des Kohle-Hauses

Dorsten Die Unternehmerfamilie Rottler aus Arnsberg hat das denkmalgeschützte Kohle-Haus am Dorstener Marktplatz gekauft. Außen bleibt das Gebäude unverändert, doch innen beginnt in Kürze eine neue Zeitrechnung – ohne Uhren.

Das plant der neue Besitzer des Kohle-Hauses

Peter Rottler hat das denkmalgeschützte Kohle-Haus am Marktplatz gekauft. Ins Ladenlokal zieht ein Optikergeschäft, was mit den beiden Obergeschossen passiert, ist noch unklar - und letztlich auch eine Kostenfrage. (Foto: Stefan Diebäcker) Foto: Foto: Stefan Diebäcker

Als Seniorchef Peter Rottler vor gut einem Jahr zum ersten Mal das traditionsreiche Gebäude betrat, dachte er eigentlich daran, das Ladenlokal zu mieten. Doch dann sprang der Käufer ab, Rottler und seine Familie überlegten neu – und griffen zu. Über den Kaufpreis schweigt der 61-Jährige, doch er weiß: „Wir werden wohl dieselbe Summe noch einmal in das Haus stecken müssen.“ Vorbesitzer Stefan Lahme hatte es 2016 von seinem verstorbenen Onkel Max Kohle geerbt.

Der Sauerländer Optiker wird das Ladenlokal ab 7. April und bis etwa Mitte Mai umbauen. „Wir werden uns in Dorsten auf unser Kerngeschäft, die Augenoptik und die Hörakustik, konzentrieren“, sagt Peter Rottler. „Von Uhren und Schmuck haben wir keine Ahnung.“ Drei Kohle-Mitarbeiter wird er übernehmen, vier weiteren wurde gekündigt.

„Die Marktlage in der Innenstadt ist gut“

Mit der Immobilie, aber auch mit der Altstadt hat sich der neue Eigentümer ausgiebig beschäftigt. „Die Marktlage in der Innenstadt ist gut“, sagt er. Die Entwicklung mit dem geplanten Umbau der Fußgängerzone bewertet er positiv. Nach Gesprächen mit der Stadtspitze und dem City-Management habe er den Eindruck, „dass hier sehr zukunftsorientiert gearbeitet wird“. Da lässt es sich offenbar verkraften, dass es in der Innenstadt noch weitere Optiker gibt.

Vermietungen in den Obergeschossen denkbar

Die Fassade des denkmalgeschützten Wohn- und Geschäftshauses, das nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut worden war, muss unverändert bleiben. Was Peter Rottler im ersten und zweiten Obergeschoss verändern darf, werden die Gespräche mit unterschiedlichen Behörden zeigen. Eine gewerbliche Vermietung über dem Ladenlokal hält er für denkbar, eine private Vermietung der ehemaligen Wohnung von Max Kohle im zweiten Obergeschoss ebenso – „wenn Umbau und Sanierung für mich finanziell Sinn machen“.

Klar ist für Peter Rottler, der früher im Stadtrat seiner Heimatstadt war und 25 Jahre den dortigen Gewerbeverein leitete, dass er sich mit Ehefrau Andrea und den Kindern Jessica, Paul und Philipp „der Verantwortung stellen wird, dieses Denkmal zu erhalten und zu achten“.

Dazu gehört auch, dass das Haus abends weiterhin beleuchtet sein wird und das beliebte Weihnachtssingen spätestens 2019 wieder stattfinden könnte. Das hatte Max Kohle einst initiiert, im vergangenen Jahr fand es aber zum ersten Mal vor dem Alten Rathaus statt.

Die Unternehmerfamilie Rottler ist seit über 70 Jahren im Bereich der Augenoptik und seit 50 Jahren in der Hörakustik tätig. Sie gehört nach eigenen Angaben zu den größten familiengeführten Augenoptik- und Akustikbetrieben in Deutschland. Zur Firmengruppe gehören 60 Augenoptikbetriebe und 24 Hörakustikkompetenzzentren. Filialen gibt es u.a. in Bottrop und Bocholt. Seit 2015 wird die Firma in dritter Generation von Paul Rottler geführt.

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