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Die Früchte der Arbeit

Kirchhellen "Wir säen, wir ernten, wir danken!" So steht es auf dem Früchte-Teppich in St. Johannes geschrieben, den die Landfrauen am Donnerstag in mühevoller Kleinarbeit gestalteten.

Elisabeth Jünger kniet vor einem Meer aus verschiedensten Getreidekörnern und versucht möglichst detailgetreu einen Hahn aus Perlen und Früchten zu legen. "Sieht das jetzt aus wie ein Kamm und ist der Bart auch nicht zu viel?", lautete die etwas unsichere Frage in die Runde. Mit schief gelegtem Kopf wird das Werk betrachtet und letztlich muss der Bart doch noch mal "gestutzt" werden. Was aber gar nicht so einfach ist, schließlich ist der Teppich schon fast fertig.

Seit neun Uhr morgens sind die Frauen bereits bei der Arbeit und selbst am Nachmittag zeichnet sich noch kein Feierabend ab. Getreidesträuße müssen noch aufgestellt werden, ein Wagen mit Früchten wird aus dem Versteck geholt und selbst beim Teppich findet sich immer noch die ein oder andere verbesserungswürdige Stelle. Doch den Frauen scheint diese Arbeit Spaß zu machen. Den Früchteteppich legen sie bereits zum dritten Mal, immer unter einem anderen Motto. "Ich finde Erntedank sehr wichtig", erklärte Elisabeth Jünger, während sie weiter an dem Hahn bastelt. Allerdings findet sie, dass man sich dabei nicht nur auf die Landwirtschaft beziehen sollte. "Jeder muss danke sagen, beispielsweise auch für die Gesundheit, nicht nur die Bauern für die Ernte."

Für den Teppich haben alle Landfrauen gemeinsam gesammelt. "Wir wollen damit zeigen, welche Vielfalt es in Kirchhellen gibt. Deshalb schmücken wir die Kirche mit Früchten, die der Herrgott hat wachsen lassen", so Jünger. Das fertige Werk kann am heutigen Samstag in der Erntedank-Messe bestaunt werden, die um 17 Uhr zur Eröffnung des Erntemarktes am Sonntag im Brauhaus am Ring stattfindet. dzi

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