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Ein Requiem für die Lebenden

Dorsten Musik für die Lebenden wollte Brahms mit seinem deutschen Requiem schreiben - keine Musik für die Toten. Ein "Menschen"-Requiem hätte er es am liebsten genannt, wie er vor der Uraufführung einmal äußerte. Am kommenden Sonntag (21.10.) wird dieses großartige Werk um 18 Uhr in der St. Agatha-Kirche am Markt aufgeführt.

Ausführende sind ein Projektchor, der Chor der Dorstener Musikschule, der städtische Musikverein Gelsenkirchen sowie Gäste aus dem Weald Choir of Crawley. Als Solisten agieren die Sopranistin Christine Alexander und der Bariton Joachim Gabriel Maaß vom Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen. Als Orchester konnten die bekannten Bergischen Symphoniker gewonnen werden. Die Leitung hat Eugen Kayser.

Bei Brahms fehlen die Schrecken des Jüngsten Gerichts vollständig. Trotzdem entwickelt er in seinem Requiem, vor allem im vorletzten Satz eine ungeheure Dramatik. Die Posaune bläst nicht zum Gericht, sondern zur Auferstehung von den Toten, sie ist eine Siegesfanfare: Das Leben besiegt den Tod - alle Menschen werden verwandelt zu ewigem Leben! Nach dem ersten dramatischen Höhepunkt im 3. Satz beschreibt der Chor in einer wunderbar zarten Melodie, wie "lieblich" die Wohnungen Gottes sind, auf die sich der Mensch nach seinem Tod freuen darf.

Im anschließenden Solo tröstet die Sopranistin im Wechsel mit dem Chor die traurigen Menschen, die Zurückgebliebenen, mit der Aussicht auf das Wiedersehen mit den Verstorbenen in einem Leben nach dem Tod. Auch in diesem Satz ist Brahms ein traumhaft schöner melodischer Einfall gelungen. Mit einem Hymnus auf "die Toten, die im Herrn sterben", in einer geradezu sphärisch anmutenden Klanggestaltung durch Chor und Orchester schließt das Requiem ab.

Das Konzert findet am Sonntag, 21. Oktober, 18 Uhr, in der Kirche St. Agatha statt. Karten gibt es bei: Modehaus Mensing Dorsten am Markt, Stadtinfo Dorsten im Lippetor-Center, Tel: 02362-30 80 80, E-Mail: stadtinfo@win-dor.de, Vorverkauf: 13, Abendkasse: 14 Euro.

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