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Enkelkinder halten jung

Grafenwald "Die zehn Enkelkinder halten einen schon auf Trab." Ausruhen, das scheint für Willi van Oepen ein Fremdwort zu sein. Gestern feierte er seinen 80. Geburtstag.

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Willi van Oepen war Bürgermeister von Kirchhellen in wohl - von den beiden Kriegen abgesehen - schwierigsten Zeit. 1969-1977 stand er in Kirchhellen am politischen Ruder, genau zur Zeit der Kommunalen Neuordnung. Unterbrochen wurde seine Amtszeit von der Glabotki-Zwischenphase, die mit dem so genannten Nikolaus-Urteil ein spektakuläres Ende fand.

Kirchhellen als Einheit

Als Pläne aufkamen, nur Grafenwald Bottrop zuzuschlagen, war für van Oepen klar: "Kirchhellen muss eine Einheit bleiben." Auch im Nachhinein ist van Oepen der Überzeugung, dass die Eingemeindung Kirchhellens die beste Lösung war. "Viele Kirchhellener haben damals meine Haltung zu Bottrop nicht verstanden."

Für die Bottroper hätten die Vorteile damals überwogen: "Bottrop hat ein schönes Gesicht gekriegt." Die politischen Entscheidungen hatten auch eine menschliche Komponente: Bottrops damaliger Bürgermeister Ernst Wilczok war ein Tennisfreund von van Oepen.

Geboren wurde van Oepen in Bocholt und geriet als Soldat in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er aber bereits im September 1945 zurückkehrte. "Eigentlich wollte ich Landwirtschaftslehrer werden", so van Oepen. Doch aufgrund der großen Konkurrenz in diesem Bereich entschied er sich, Sozialarbeit zu studieren. 1956 kam er nach Bottrop zur Caritas, arbeitete hier 16 Jahre. 1972 wurde er als Geschäftsführer nach Dorsten gerufen, wo er bis 1984 blieb.

Noch heute ist van Oepen Patientenfürsprecher am Antonius-Krankenhaus in Bottrop und bietet jede Woche eine Sprechstunde an. Van Oepen gründete auch die Tennisabteilung in Grafenwald, wo er noch heute in jeder Woche zwei Stunden den Schläger schwingt. ber

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