Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Essenszuschuss für bedürftige Schüler

Anzeige

Dorsten Trotz übereinstimmender Willenserklärungen aller Ratsfraktionen, das Möglichste für die Kinder der Stadt zu tun, wurde der Bürgerantrag des Dorstener Arbeitslosentreffs (DAT), die Kinder von ALG II-Empfängern von den Schulkosten zu befreien, gestern vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig abgelehnt. "Wir können hier nicht Dinge regeln, für die wir nicht zuständig sind", wies Friedhelm Fragemann auf die Ohnmacht des Rates hin.

Denn erneut hatte auch die Verwaltung darauf verwiesen, dass Dorsten als Nothaushalts-Kommune keine freiwilligen Ausgaben für Lernmittel, Schulmaterial, Klassenfahrten oder Monatskarten übernehmen darf.

Immerhin will die Stadt aber am Landesprogramm "Kein Kind ohne Mahlzeit" teilnehmen und bedürftige Familien bei der Finanzierung des Mittagessens an Ganztagsschulen unterstützen, sodass die Mahlzeit pro Schultag statt 2,50 Euro nur noch 1 Euro kostet.

Für 250 der 850 Kinder, die an der Ganztagsbetreuung teilnehmen, wurde ein entsprechender Antrag gestellt. Das Landesprogramm läuft vom Sommer 2007 bis zum Sommer 2009. Zwei Drittel der Förderung trägt das Land, ein Drittel muss die Kommune selbst übernehmen. Der Dorstener Anteil von für 2007 soll zur Hälfte (5300 Euro) aus dem Budget des Jugendamtes getragen werden, den Rest der Kosten hofft man aus Sponsorenleistungen akquirieren zu können.

Auch zur Lernmittelfreiheit will die Stadt neue Wege ("Bochumer Modell") zumindest prüfen. Allerdings, so Bürgermeister Lütkenhorst, sei aus örtlichen Schulen bisher kein konkreter Fall bekannt, bei dem Schüler nicht über die nötigen Lernmittel verfügten. Die Antragssteller wollen nun vertraulich Fälle aufzeigen. kdk

Anzeige
Anzeige